21. April 2013

Anti-Atom-Bewegung geht heute auf die Straße

Demonstrationen in Brokdorf und Grafenrheinfeld 27 Jahre nach Tschernobyl

Anlässlich des bevorstehenden 27. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl demonstrieren heute Atomkraftgegner gegen den Weiterbetrieb von neun gefährlichen Meilern in Deutschland. Umweltverbände, Gewerkschaften, Parteien und örtliche Bürgerinitiativen haben zu zwei zentralen Protestveranstaltungen am bayerischen AKW Grafenrheinfeld und im schleswig-holsteinischen Brokdorf aufgerufen.

In Brokdorf ist eine „Protest- und Kulturmeile“ rund um das Kraftwerksgelände geplant, an der sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler beteiligen. In Grafenrheinfeld treffen sich zwei Demonstrationszüge direkt vor dem AKW. Aus 35 Städten reisen Atomkraftgegner mit Bussen zu den Protesten an.

„Der Beschluss von 2011, die meisten der neun noch laufenden Atomkraftwerke bis 2022 zu betreiben, muss dringend revidiert werden“, so Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die Proteste mit organisiert. „Gründe gegen den Weiterbetrieb gibt es genügend:

Nach dem geltenden Atomgesetz soll in der ganzen nächsten Legislaturperiode nur ein einziges AKW stillgelegt werden. Damit wäre Deutschland im Jahr 2017, sechs Jahre nach Fukushima, immer noch Atomstromproduzent Nummer zwei in der EU. Das hat mit Atomausstieg nichts zu tun. Deshalb sind wir auch gespannt, was die atomkritischen Parteien SPD und Grüne den Wählerinnen und Wählern als Alternative anzubieten haben, wenn im Herbst Bundestagswahlen stattfinden. Wie viele AKW werden stillgelegt, wenn es zu einer rot-grünen Regierung kommt?“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

http://www.ausgestrahlt.de


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759