4. Februar 2010

Anti-Atom-Bewegung plant Massenproteste

Protest-Kalender für das erste Halbjahr 2010: Demonstrationen, Umzingelungen und mehr

Im ersten Halbjahr 2010 wird sich der Konflikt um die Zukunft der Atomenergie zuspitzen. Angesichts der Pläne der Bundesregierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, sind bundesweit Massenproteste geplant.

Am Wochenende 20./21. März wird mit einer Fahrradsternfahrt und einer Umzingelung des Kraftwerksgeländes gegen den Weiterbetrieb des AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg demonstriert.

Am 27. März werden Anti-Atom-Initiativen dezentral in vielen Orten an den Vertretungen der Stromkonzerne demonstrieren.

Das Bündnis „Atomausstieg selber machen“, getragen von vielen Initiativen und Umweltverbänden, ruft vom 10. bis 18. April zu einer Stromwechsel-Aktionswoche in zahlreichen Städten und Regionen auf, um möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, keinen Atomstrom mehr zu kaufen und zu einem echten Ökostrom-Anbieter zu wechseln.

Vom 21. bis 24. April rollt ein Anti-Atom-Treck vom niedersächsischen Gorleben über Uelzen und Lüneburg zum AKW Krümmel in Schleswig-Holstein.

Am 24. April gibt es zeitgleich eine große Umzingelungs-Aktion am AKW Biblis (Hessen), eine Demonstration am Atommüll-Lager in Ahaus (NRW) und eine Aktions- und Menschenkette vom AKW Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) über Hamburg zum AKW Krümmel.

Anlässlich der von der Bundesregierung geplanten Aufhebung des Moratoriums im Endlager-Bergwerk Gorleben und zum 30. Jahrestag der „Republik Freies Wendland“ wird am 5. Juni in Gorleben demonstriert.

Neben diesen Großaktionen wird es unzählige lokale Demonstrationen und Veranstaltungen geben, die von örtlichen Organisationen vorbereitet werden. In den letzten Monaten haben sich in zahlreichen Orten neue Anti-Atom-Initiativen gegründet.

„Die Renaissance der Anti-Atom-Bewegung hat schon im letzten Herbst bei der Großdemonstration in Berlin begonnen, als 50.000 Menschen auf der Straße waren. 2010 wird die Entscheidung fallen, wie es mit der Atomenergie weiter geht. Da mischen wir uns kraftvoll ein“, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. „Unser Ziel ist dabei nicht nur die Verhinderung von Laufzeitverlängerungen. Denn schon die bisher vereinbarten Laufzeiten sind nicht zu verantworten. Jeder Tag Weiterbetrieb kann zum Super-GAU führen, auch in den neueren AKW. Ständig fällt hochradioaktiver Müll an, für den es keine sichere Entsorgung gibt.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

www.ausgestrahlt.de


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759