22. April 2010

„Atomkraft macht nur Ärger“

Veranstalter der Aktions- und Menschenkette erhöhen Druck auf Bundesregierung

Kurz vor der für Samstag geplanten 120 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette zwischen den norddeutschen AKW Brunsbüttel und Krümmel machen die Veranstalter die politischen Ziele dieser „Langstreckendemonstration“ deutlich.

Thorben Becker, Sprecher des Trägerkreises der ‚KettenreAktion’: „Statt über Laufzeitverlängerungen nachzudenken, sollte die Bundesregierung daran gehen, die Atomkraftwerke endlich stillzulegen. Brunsbüttel und Krümmel produzieren aufgrund von Störfällen seit bald drei Jahren keinen Strom. Auch andere Reaktoren müssen wegen Störungen immer wieder vom Netz. Atomenergie ist unzuverlässig und unsicher, wird aber längst nicht mehr benötigt, da Jahr für Jahr durch den Zubau bei den Erneuerbaren Energien mehr Stromüberschüsse produziert werden. Nur die Stromkonzerne würden vom Weiterbetrieb profitieren – auf unser aller Kosten.“

Jochen Stay, ebenfalls Sprecher des Trägerkreises:„Ich organisiere seit bald 30 Jahren Proteste, aber eine so große Zustimmung und Aufgeschlossenheit für unser Anliegen habe ich selten erlebt – und zwar quer durch alle politischen Lager. Die schwarz-gelbe Koalition riskiert einiges, wenn sie in dieser Situation den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke absichern will. Doch noch hat Berlin sich nicht entschieden. Mit der Aktions- und Menschenkette senden wir ein eindeutiges Signal in die Hauptstadt: Atomkraft macht nur Ärger und sollte lieber heute als morgen beendet werden.“


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759