28. März 2013

Atomkraftgegner fordern: Castor-Transporte aussetzen

Transporte nach Brunsbüttel und Philippsburg verstoßen gegen Minimierungsgebot der Strahlenschutzverordnung

Zu den Überlegungen, Castor-Behälter zukünftig nach Brunsbüttel und Philippsburg statt nach Gorleben zu bringen erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Besser als die Umleitung der Castor-Transporte in andere Zwischenlager ist es, diese so lange auszusetzen, bis geklärt ist, wo der Atommüll langfristig gelagert werden soll. Jeder Transport mit hochradioaktivem Material stellt ein erhebliches Risiko dar und deshalb sollte jede unnötige Atommüll-Fuhre vermieden werden. Dies entspricht auch dem Minimierungsgebot der Strahlenschutzverordnung, wonach jede vermeidbare Strahlenbelastung vermieden werden muss.

Die Verträge mit den Plutonium-Fabriken im französischen La Hague und englischen Sellafield regeln zwar, dass der Müll zurückgenommen werden muss, aber nicht den Zeitpunkt. Deshalb macht es Sinn, erst dann zu transportieren, wenn das eigentliche Ziel feststeht.

Im Übrigen stellen wir mit Erstaunen fest, welche Debatten schon einzelne mögliche Transporte in den betroffenen Bundesländern auslösen. Denn gleichzeitig wird in Deutschland tagtäglich in neun Atomkraftwerken hochradioaktiver Atommüll produziert. Da wäre es doch sinnvoll, zuerst die weitere Produktion strahlender Abfälle zu beenden.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759