9. März 2017

Atomkraftgegner fordern schnelleren Atomausstieg

Aktionen in 90 Städten sechs Jahre nach Fukushima

Anlässlich des sechsten Jahrestages der Fukushima-Katastrophe am 11.März organisieren Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner in etwa 90 Städten in Deutschland Mahnwachen, Demonstrationen und Informationsveranstaltungen.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Auch sechs Jahre nach dem Beginn der Katastrophe von Fukushima ist Deutschland nach Frankreich zweitgrößter Produzent von Atomstrom in der EU. Der angekündigte Ausstieg kommt viel zu langsam voran, denn die deutschen AKW werden immer älter und störanfälliger. Ein Super-GAU mit verheerenden Folgen ist auch bei uns jeden Tag möglich.

Hatten die Menschen in Japan noch Glück im Unglück, weil der Wind einen Großteil der strahlenden Wolke auf den Pazifik hinaus wehte, so können wir hierzulande nicht darauf hoffen. Denn die acht noch laufenden Reaktoren in Deutschland liegen bis auf eine Ausnahme nicht in Meeresnähe.

Für die Stromversorgung werden die Atomkraftwerke in Deutschland nicht mehr benötigt. Der einzige Zweck des geplanten Weiterbetriebs bis 2022 ist es, den Energieunternehmen noch einige Milliarden Euro in die Taschen zu spülen. Dafür das weiter steigende Risiko eines schweren Unfalls in Kauf zu nehmen, ist nicht zu verantworten."

Einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen gibt unsere Karte und Auflistung unter https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine/

Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759