20. April 2009

Atomkraftwerke machen Kinder krank

.ausgestrahlt fordert schärfere Strahlengrenzwerte

Nachdem erneut ein Kind in der Nähe des Kernkraftwerks Krümmel an Leukämie erkrankt ist, hat die Anti-AKW-Organisation .ausgestrahlt schärfere Grenzwerte für radioaktive Emissionen gefordert. "Kinder und Embryos sind empfindlicher gegenüber radioaktiver Strahlung als Erwachsene. Die derzeit gültigen Grenzwerte nehmen darauf keine Rücksicht", kritisierte .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay. Er verwies auf die Kinderkrebs-Studie des Bundesamts für Strahlenschutz, derzufolge Kinder, die in der Nähe eines Atomkraftwerks wohnen, deutlich häufiger an Krebs erkranken als andere Kinder.

Fragen und Antworten zum Krebsrisiko rund um Atomanlagen trägt eine druckfrische Broschüre zusammen. Das A6-Heft mit dem Titel "Atomkraftwerke machen Kinder krank" hat die Anti-AKW-Organisation .ausgestrahlt gemeinsam mit der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW herausgegeben. Auf 32 Seiten im Hosentaschenformat informiert es über die alltäglichen Auswirkungen des AKW-Betriebs und das erhöhte Krebsrisiko rings um Atomanlagen. Die Broschüre kann im Webshop bei www.ausgestrahlt.de bestellt oder als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

"Wenn von den Gefahren durch Atomkraftwerke die Rede ist, denken die meisten Menschen an die großen Unfälle wie Harrisburg oder Tschernobyl. Eher weniger bekannt ist, wie gefährlich bereits der alltägliche Normalbetrieb mit seiner erlaubten Strahlung ist", sagte Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt. Er rief dazu auf, sich an den Demonstrationen am kommenden Wochenende in Krümmel, Münster und Neckarwestheim zu beteiligen. "Zum Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe fordern wir wegen der doppelten Gefahr den echten Ausstieg aus der Atomenergie."

Das Heft "Atomkraftwerke machen Kinder krank" ist das dritte in einer Reihe von Argumente-Broschüren. Die zuvor erschienen Broschüren beschäftigen sich unter dem Titel "Asse, Gorleben und andere Katastrophen" mit Fragen und Antworten zum Thema Atommüll und unter dem Titel "Atomenergie dient nicht dem Klimaschutz" mit anderslautenden Behauptungen der Atomlobby.

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Hinweis für die Redaktionen - Demonstrationen:

 

 


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