14. März 2012

Brennelementsteuer mehr als angemessen

Versteckte Kosten der Atomenergie-Nutzung trägt der Staat

Zur Entscheidung des Bundesfinanzhofes über die Brennelementesteuer erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Dass die AKW-Betreiber zur Kasse gebeten werden, ist mehr als angemessen. Schließlich werden die Folgen der Atomenergie-Nutzung immer noch zum großen Teil aus dem Bundeshaushalt finanziert.

Die vorläufige Stabilisierung des maroden Atommüll-Lagers Morsleben verschlingt zwei Milliarden Euro. Die Rückholung der strahlenden Abfälle aus dem Salzstock Asse wird mindestens vier Milliarden Euro kosten. Kommt es in einem deutschen Atomkraftwerk zu einem großen Störfall, reicht die minimale Haftpflichtversicherung der Betreiber nicht aus und der Staat muss einspringen. Die Risiken werden der Allgemeinheit aufgebürdet, die Gewinne gehen an die Konzerne.

Würden alle versteckten Kosten in den Preis für Atomstrom eingerechnet, läge dieser bei mehr als 2 Euro pro Kilowattstunde und der Betrieb der AKW wäre völlig unwirtschaftlich.

Es gäbe eine gute Möglichkeit, wie den Stromkonzernen die Brennelementsteuer erspart bleibt: indem sie ihre Reaktoren einfach früher stilllegen. Das wäre uns am liebsten.“




.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759