29. März 2012

Brokdorf: Ein ewiges Spiel mit dem Feuer

Brennelemente wurden vor Einsatz nicht überprüft

Zum Störfall im AKW Brokdorf erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wenn das AKW heruntergefahren werden muss, um nachzusehen, ob Brennelemente mit gebrochenen Niederhaltefedern im Reaktorkern im Einsatz sind, so wird deutlich, dass diese nicht vorher überprüft wurden. In einem Atomkraftwerk kann immer wieder etwas Neues schiefgehen; wirkliche Sicherheit gibt es nicht: Ein ewiges Spiel mit dem Feuer. Deshalb ist auch der häufigste Satz von AKW-Betreibern nach einem Störfall: ‚Wir wussten gar nicht, dass so etwas passieren kann‘.

Vor diesem Hintergrund das Kraftwerk in Brokdorf noch bis 2021 betreiben
zu wollen, ist ein nicht hinnehmbares Risiko für Schleswig-Holstein und
den Großraum Hamburg. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die
Stromversorgung im Norden offensichtlich auch ohne das AKW auskommt. Wir
erwarten an dieser Stelle eine klare Aussage der schleswig-holsteinischen SPD, wie sie sich die Zukunft des Reaktors vorstellt, wenn sie nach der Landtagswahl regieren sollte. Im Wahlprogramm kommt Brokdorf gar nicht vor. Wir meinen: Wer
Schleswig-Holstein gut regieren will, muss Brokdorf stilllegen.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob solche schadhaften Brennelemente auch in anderen Reaktoren in Deutschland im Einsatz sind. Wir fordern eine Überprüfung aller Atomkraftwerke.“


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759