13. März 2011

„Bundesregierung soll nicht reden, sondern handeln“

Kein Vertrauen in Ankündigung von Sicherheitsüberprüfungen. Restrisiko erscheint in neuem Licht.

Zu den Ankündigungen der Bundesregierung, die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke angesichts der Katastrophe im japanischen Fukushima zu überprüfen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Röttgen und Merkel holen die Segel ein, um dem wachsenden atomkritischen Wind aus der Gesellschaft zu entgehen. Dabei wollen sie weiter auf Atom-Kurs bleiben und die Stilllegung der AKW verhindern.

So lange mit Gerald Hennenhöfer ein Atomlobbyist Chefaufseher für die AKW ist, haben wir Null Vertrauen, dass der Regierung die Sicherheit der Bevölkerung wichtiger ist, als die Gewinninteressen der Stromkonzerne.

Wenn in einem Hochtechnologie-Land wie Japan die Sicherheit der Reaktoren nicht gewährleistet werden kann, dann gilt Gleiches für Deutschland. Das bisher schon von den AKW-Betreibern eingeräumte Restrisiko erscheint in einem völlig neuen Licht. Keines der deutschen Kraftwerke wäre heute noch genehmigungsfähig. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung, die Atomkraftwerke jetzt stillzulegen.

Es reicht nicht, wenn der Bundesumweltminister in salbungsvollen Worten mitteilt, er habe gelernt, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Dann muss er auch die Konsequenzen daraus ziehen.

Tauchen bei Autos Produktionsfehler auf, machen die Hersteller eine Rückrufaktion und ziehen alle Wagen aus dem Verkehr, bis die Fehler behoben sind. Wir erwarten von der Bundeskanzlerin keine hohlen Worte, sondern Handeln: Ziehen sie die gefährlichen Meiler aus dem Verkehr!“

http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.
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Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759