8. November 2010

Castor-Protest ist Sternstunde des zivilen Ungehorsams

Politik kann nicht mehr weitermachen wie bisher

Zu den aktuellen Protesten gegen den Atommüll-Transport erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Gestern Nacht war eine Sternstunde des zivilen Ungehorsam. Wir haben die mit Abstand größten Schienenblockaden gesehen, die das Wendland je erlebt hat. Tausende haben dort bei Minusgraden in einer angespannen Situation gewaltfrei ausgehalten und so erhebliches Rückgrat gezeigt.

Parallel dazu sitzen bereits seit mehr als 24 Stunden rund 1600 Leute direkt vor dem Zwischenlager Gorleben und versperren dem Castor die Zufahrt. Damit ist die Transport-Route derzeit absolut dicht. Allen, die dort sitzen, gehört unser ganzer Respekt.

Selbst, wenn dieser Castor irgendwann durch kommt, mit ihrer Atompolitik kommt die schwarz-gelbe Regierung nicht durch. Die Proteste im Wendland zeigen, dass die Politik nicht mehr so weitermachen kann wie bisher. Angesichts der kommenden Landtagswahlen sollte Frau Merkel sich warm anziehen. Derzeit duckt sich Merkel einfach weg und überlässt der Region das Problem. Und Umweltminister Röttgen behauptet sei Januar dreist, er sei an einem Dialog interessiert. Heute sollte er sich endlich zeigen – bis Weihnachten wollen wir hier nicht auf ihn warten. "

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation und gehört zu den Veranstaltern der Großdemonstration am 6.11. in Dannenberg.

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Jochen Stay
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