19. November 2011

Castor startet möglicherweise schon Mittwoch in Frankreich

Grund angeblich starke Protestmobilisierung in Frankreich

Nach bisher unbestätigten Informationen des französischen Netzwerks Atomausstieg (Réseau Sortir du Nucleaire), der Dachorganisation von mehreren hundert Anti-Atom-Initiativen in Frankreich, soll der Castor-Transport nach Gorleben einen Tag früher als bisher geplant abfahren. Der neue Abfahrtszeitpunkt am Verladebahnof im französischen Valognes wäre danach Mittwoch, 23. November, um 14.36 Uhr.

Als Begründung wird genannt, dass aus der Sicht der Betreiber der Plutoniumfabrik in La Hague, Areva, und der Bahngesellschaft SNCF die Mobilisierung speziell in Frankreich in diesem Jahr so stark sei, dass ein reibungsloser Transport gefährdet sein könnte.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „In der Regel sind die Informationen des ‚Réseau Sortir du Nucleaire‘ sehr zuverlässig. Sollte es wirklich so kommen, ist noch nicht abzusehen, was dies für den Transportverlauf in Deutschland bedeutet. Theoretisch könnte der Zug mit dem Atommüll dann schon vor der für Samstag geplanten Großdemonstration in Dannenberg eintreffen.

Es gibt aber auch Informationen, nach denen die Polizei für die Strecke in Deutschland optional einige längere Zwischenstopps eingeplant hat. Gegen ein deutlich früheres Eintreffen in Dannenberg spricht auch, dass das Versammlungsverbot 50 Meter rechts und links der Castor-Transportstrecke von Lüneburg bis Golreben erst am 26. November um 0 Uhr beginnt.

Wir sind auf alle Eventualitäten eingestellt und halten an unserem Aufruf zur Großdemonstration in Dannenberg am Samstag, 26. November, um 12.30 Uhr fest.“

Meldung der französischen Atomkraftgegner

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759