29. Mai 2009

„Das Endlager-Desaster geht auf Merkels Konto“

Atomkraftgegner kritisieren verantwortungslose Atommüll-Politik der Kanzlerin

In Gorleben wird das angebliche Erkundungsbergwerk bereits heimlich zum Endlager ausgebaut, obwohl der Salzstock ungeeignet ist. Die bereits existierenden Atommüll-Lager in den Salzstöcken Asse und Morsleben sind einsturzgefährdet und saufen ab.

Zur aktuellen Debatte um die gescheiterte Atommüll-Entsorgung erklärt Jochen Stay, Sprecher der bundesweiten Anti-Atom-Initiative .ausgestrahlt:

„Das Atommüll-Desaster geht weitgehend auf Angela Merkels Konto. Jetzt fordert sie sogar Laufzeitverlängerungen für die maroden Atomkraftwerke, obwohl bisher kein einziges Gramm Atommüll sicher entsorgt ist. Der Kanzlerin geht es nicht um Verantwortung für die kommenden Generationen, sondern um die Gewinninteressen der vier großen Stromkonzerne.

Dass im brüchigen ehemaligen DDR-Endlager Morsleben inzwischen mehr Atommüll aus dem Westen liegt, liegt daran, dass Angela Merkel in ihrer Zeit als Bundesumweltministerin von 1994 bis 1998 die Einlagerung gegen alle wissenschaftlichen Bedenken durchgesetzt hat und erst von einem Gericht gestoppt werden konnte.

Zu den Sicherheitsbedenken in Gorleben erklärte Merkel 1995, dass in jeder Küche beim Kuchenbacken mal etwas Backpulver daneben gehen könne. Und zu den Forderungen, auch an anderen Standorten nach einem Endlager zu suchen, nachdem Gorleben offensichtlich gescheitert ist, erklärte die Kanzlerin vor wenigen Monaten, sie habe keine Lust, noch mehr Geld auszugeben.

Wir fordern als Konsequenz aus dem verantwortungslosen Umgang mit dem gefährlichen Atommüll die Stilllegung der Atomkraftwerke. Der lang versprochene Atomausstieg muss endlich umgesetzt werden. Dafür werden wir uns am 5. September mit einer bundesweiten Anti-Atom-Großdemonstration in Berlin einsetzen.“

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