15. April 2010

"Der Andrang ist riesig"

Drei Sonderzüge und 182 Busse angemeldet. Ausgefeiltes Verkehrskonzept soll ermöglichen, dass sich die Demonstranten möglichst gleichmäßig auf die 120 km lange Strecke verteilen

Für die am 24. April geplante 120 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel werden Atomkraftgegner aus vielen Teilen der Republik erwartet. Bisher wurden bei den Organisatoren drei Sonderzüge und 182 Busse angemeldet.

„Der Andrang ist riesig. Mit einem ausgefeilten Verkehrskonzept wollen wir erreichen, dass sich die Menschen möglichst gleichmäßig entlang der Strecke verteilen und so eine eindrucksvolle Demonstration gegen die Atomenergie entsteht“, erläutert Thorben Becker, Sprecher des Trägerkreises der „KettenreAktion“.

Die Gesamtstrecke der Kette ist in 124 einzelne Abschnitte aufgeteilt, in denen es jeweils einen Anlaufpunkt gibt. Freiwillige Helferinnen und Helfer aus Umweltverbänden, Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchengemeinden und politischen Initiativen sind dort Ansprechpartner für die Demonstranten und organisieren den Aufbau der Aktions- und Menschenkette. 42 dieser Streckenposten sind alleine auf dem 35 Kilometer langen Teilstück durch Hamburg zu finden.

„Wir mobilisieren für die Kette durch die Millionenstadt ausschließlich in Hamburg und für die Kette in Schleswig-Holstein überregional, um dadurch eine gute Verteilung zu gewährleisten“, so Becker. Für die Strecke in Schleswig-Holstein werden Menschen aus weiten Teilen des Bundesgebietes anreisen. Dabei sind einzelnen Bundesländern oder Landkreisen bestimmte Abschnitte zugeordnet. „Hannover fährt beispielsweise nach Elmshorn, Bremen und Kiel fahren nach Glückstadt und Göttingen nach Brokdorf“, so Becker. „Aus München, Berlin und Kassel werden drei Sonderzüge nach Elmshorn und Itzehoe fahren. Und von Itzehoe geht es dann mit einem Bustransfer direkt an die Demonstrationsstrecke nach Brokdorf.“

Die bisher gemeldeten 182 Busse werden gleichmäßig auf alle Anlaufpunkte in Schleswig-Holstein verteilt. Dazu kommen dann die individuell anreisenden Demonstranten und die Menschen, die direkt in der Region um die Strecke wohnen. „Täglich werden weitere Busse bei uns gemeldet“, berichtet Becker, „denn viele Menschen entscheiden sich erst in den letzten Tagen zu einer Teilnahme und kümmern sich entsprechend spät um eine Mitfahrgelegenheit.“

Auch in Hamburg sind die einzelnen Stadtteile bestimmten Kettenabschnitten zugeordnet. „Wir raten dringend davon ab, in die Innenstadt zu fahren, da dort der Zulauf am größten sein wird“, erläutert Jochen Stay, ebenfalls Sprecher des Trägerkreises. „Damit die Kette überall zustande kommt, ist es viel wichtiger, dass die Menschen in die Gegenden der Stadt fahren, die nicht so zentral liegen oder die weniger dicht besiedelt sind.“


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759