30. September 2009

„Die Anti-AKW-Bewegung hat einen Fuß in der Tür“

Atomkraftgegner begrüßen Absatzbewegungen vom Pro-Atom-Kurs in Union und FDP

Zum Plädoyer des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) gegen Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke erklärt Jochen Stay, Sprecher der bundesweiten Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Jetzt wird öffentlich, dass in der Atompolitik auch ein tiefer Riss durch die zukünftigen Regierungsparteien geht. Eine Mehrheit der CDU-Wähler lehnt Laufzeitverlängerungen ab. Und eine ganze Reihe prominenter Christdemokraten sieht das ähnlich. Bisher wagen sich davon erst wenige an die Öffentlichkeit. Peter Müller reiht sich ein in eine Linie mit Klaus Töpfer, Friedbert Pflüger und dem CSU-Umweltexperten Josef Göppel.

In der FDP ist es inzwischen sogar offizielle Parteilinie, die ältesten AKW nicht in die geplanten Laufzeitverlängerungen mit einzubeziehen. Union und FDP erkennen Schritt für Schritt, dass eine Pro-Atom-Politik zu großen gesellschaftlichen Verwerfungen führen wird.

Wer nach dem 27.9. dachte, die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke würde mit Schwarz-Gelb zum Selbstläufer, sieht sich getäuscht. Die Anti-AKW-Bewegung hat einen Fuß in der Tür. Wir werden uns damit nicht zufrieden geben."


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759