28. Oktober 2010

Durchsetzung von Laufzeitverlängerungen völlig offen

Atomkraftgegner werden mit Großdemo am 6. November auf Bundestags-Entscheidung reagieren

Zur heute geplanten Verabschiedung der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke im Bundestag erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Heute ist ein trauriger Tag für alle, die nicht Anteilseigner an einem der vier großen Stromkonzerne sind. Denn vom Bundestagsbeschluss zu längeren AKW-Laufzeiten profitieren nur RWE, Eon, EnBW und Vattenfall. Alle anderen in dieser Gesellschaft tragen zusätzliche Risiken.

Doch heute ist auch ein Tag, der uns Atomkraftgegnern Mut macht. Denn ob der Beschluss des Bundestages sich auch umsetzen lässt, ist weiterhin völlig offen. Eine breite gesellschaftliche Mehrheit lehnt den Weiterbetrieb der gefährlichen Reaktoren ab. So viele Menschen wie niemals vorher gehen in den letzten Wochen und Monaten gegen Atomenergie auf die Straße. Wir werden uns mit der heutigen Entscheidung nicht abfinden, sondern weiter mit aller Kraft dafür streiten, dass Atomkraftwerke stillgelegt werden. Weitere große Proteste sind in Vorbereitung. Am 6. November wird die Anti-AKW-Bewegung mit einer Großdemonstration im niedersächsischen Dannenberg eine erste Antwort auf die Bundestagsentscheidung geben.

Selbst unter den Anhängern von Union und FDP gibt es relevante Anteile, die die Atompolitik der Bundesregierung ablehnen. Schon heute sprechen sich immer mehr kommunale Parlamente mit den Stimmen von CDU oder CSU gegen die Laufzeitverlängerungen aus. Die Basis der Atomfreunde im Regierungslager schmilzt. Besonders deutlich wird dies bei den sechs Landtagswahlen im Jahr 2011 sichtbar werden.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation und gehört zu den Veranstaltern der Großdemonstration am 6.11. in Dannenberg.

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Jochen Stay
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