26. April 2006

E-Card-Aktion: „Kein Tschernobyl in Bulgarien!“

Deutsche Banken sollen sich nicht am Bau der bulgarischer Atomreaktoren in Belene beteiligen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Ini tiative X-tausendmal quer und das Online-Netzwerk Campact fordern die Vorstandsvorsitzenden von Deutscher Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank auf, Überlegungen zur Kreditfinanzierung zweier Reaktorblöcke im bulgarischen Belene eine klare Absage zu erteilen. Bürger/innen sind aufgerufen, über die Webseite www.ausgestrahlt.de E-Cards an die Vorstandschefs zu schicken.

„Die Opfer von Tschernobyl dürfen in den Vorstandsetagen deutscher Finanzinstitute nicht in Vergessenheit geraten“, so Christoph Bautz von Campact. „Deutsche Banken dürfen kein Geschäft mit dem Tod betreiben.“ Der Bau von Belene werde 20 Jahre nach der Reaktorka tastrophe zum Testfall, in wieweit osteuropäische Reaktoren mit westlichen Geldern finanziert werden.

„Die Reaktoren von Belene sind doppelt gefährlich: Sie kombinieren völlig veraltete mit neuerer Technologie und liegen in einer extrem erdbebengefährdeten Region“, so Thorben Becker, Energiereferent beim BUND. Deshalb sei 1993 bereits ein Baustopp verhängt worden, dessen Grundlagen sich nicht verändert hätten.

„Der gravierende Störfall im bulgarischen Kraftwerk Kosloduj Anfang März hat es einmal mehr verdeutlicht: Das Risiko der Atom techno lo gie ist nicht beherrschbar“, so Jochen Stay von X-tausendmal quer. Das Kraftwerk ist gleichen Typs wie die Reaktoren von Belene. „Ener gieeinsparung und Erneuerbare Energien sind die einzige Antwort auf die Energieprobleme Osteuropas.“


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759