16. Dezember 2011

Gorleben-Baustopp ist eine Schimäre

Großteil der Arbeiten geht weiter | „Vorläufige Sicherheitsanalyse“ muss gestoppt werden | Rot-Grüne Länder müssen SPD-Forderung nach Aufgabe Gorlebens durchsetzen

Zum angeblichen Baustopp in Gorleben erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Gorleben-Baustopp ist eine Schimäre. Denn nur der weitere Vortrieb von Stollen wurde für die Dauer der Gespräche zwischen Bund und Ländern vorübergehend ausgesetzt. Der Großteil der Arbeiten im Salzstock geht unvermindert weiter. Noch entscheidender ist allerdings, dass der 9-Millionen-Auftrag für einen Eignungsnachweis Gorlebens an diejenigen Wissenschaftler, die schon Morsleben und die Asse für geeignet hielten, aufrechterhalten wird. Diese parteiische sogenannte ‚Vorläufige Sicherheitsanalyse‘ muss vom Tisch, wenn es keine Festlegung auf Gorleben geben soll. Sie klammert alle geologischen Fakten aus, die der Eignung des Salzstocks im Wendland widersprechen.

Wir fordern die vollständige Aufgabe von Gorleben als Endlagerstandort, weil ein weiteres Offenhalten eines offensichtlich ungeeigneten Salzstocks nur das Ziel hat, hier früher oder später doch ein Atommüll-Lager durchzusetzen.

Besonders die Vertreterinnen und Vertreter aus den rot-grün regierten Bundesländern fordern wir dazu auf, nicht vom jüngsten Parteitagsbeschluss der SPD abzuweichen, die eine Endlagersuche unter Ausschluss von Gorleben fordert.“

www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759