25. April 2010

Größte Proteste in der Geschichte der Anti-AKW-Bewegung

Veranstalter der Menschenkette fordern politische Konsequenzen und kündigen weitere Proteste an

Die Organisatoren der 120 Kilometer langen Menschenkette von Brunsbüttel bis Krümmel ziehen eine erste positive Bilanz der Proteste. Am gestrigen Samstag hatten sich 120.000 Menschen an der „Langstreckendemonstration“ in Schleswig-Holstein und Hamburg beteiligt. Gleichzeitig haben 20.000 Atomkraftgegner das hessische AKW Biblis umzingelt und 7.000 Menschen demonstrierten am Atommüll-Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus.

Thorben Becker, Sprecher des Trägerkreises: „147.000 Menschen sind gegen Atomenergie auf die Straße gegangen. Das sind die größten Proteste, die es in der langen Geschichte der Anti-AKW-Bewegung in der Bundesrepublik je gegeben hat. Uns ist es gelungen, die atomkritische Stimmung in der Bevölkerung eindrucksvoll auf die Straße zu bringen.“

Jochen Stay, ebenfalls Sprecher des Trägerkreises: „Die Bundesregierung muss aus dem gestrigen Tag Konsequenzen ziehen. Der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke ist politisch nicht durchsetzbar. Sollte die schwarz-gelbe Koalition an ihrem Atomkurs festhalten, werden die Proteste sich weiter steigern. Da ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Denn wir sind nach diesem Tag gestärkt und hochmotiviert.“


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759