25. April 2013

Grüne entscheiden am Tschernobyl-Jahrestag über Atompolitik

Atomkraftgegner fordern: „Mehr Tempo beim Atomausstieg!“

Zum bevorstehenden Parteitag der Grünen erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Genau zum 27. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl entscheiden die Grünen, mit welchen atompolitischen Zielen sie in den Bundestagswahlkampf ziehen wollen. Bliebe es beim jetzigen Atomgesetz, dann würde in der nächsten Legislaturperiode nur ein einziges Atomkraftwerk abgeschaltet und Deutschland wäre auch 2017, sechs Jahre nach Fukushima, zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Deshalb fordern wir von den Grünen: Mehr Tempo beim Atomausstieg!

Benötigt werden die neun Atomkraftwerke in Deutschland nicht mehr. Inzwischen gibt es selbst ohne die erneuerbaren Energien solche Überkapazitäten in der Stromproduktion, dass reihenweise Gaskraftwerke abgeschaltet werden, obwohl diese für die Energiewende dringend benötigt werden. Viel klüger wäre es, Atomkraftwerke abzuschalten und damit Risiken zu minimieren.

Die Wählerinnen und Wähler wollen wissen: Wie viele Atomkraftwerke werden bis 2017 abgeschaltet, wenn die Grünen ab Herbst regieren? Der Entwurf des Bundesvorstands für das Wahlprogramm lässt Schlimmes befürchten. Denn danach würde sich am Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken, davon die meisten bis 2022, nichts ändern.

Dabei steht dies in eklatantem Widerspruch zu dem, was die Grünen auf ihrem Sonderparteitag im Sommer 2011 versprochen haben, nämlich einen Ausstieg weit vor 2022. Die Grünen verstehen sich als Teil der Anti-Atom-Bewegung. Dann sollten sie auch so handeln.“

Beschluss der Grünen vom Sommer 2011:


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759