6. Oktober 2009

Hupen gegen Atomkraft

Atomkraftgegner setzten Belagerung der Koalitionsverhandlungen fort

Mit gasbetriebenen Tröten und Fanfaren haben drei Gruppen von AtomkraftgegnerInnen heute ab 15 Uhr bei der NRW-Landesvertretung in Berlin gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke demonstriert. Anlass war das erste Treffen der Koalitions-Arbeitsgruppe „Wirtschaft/Energie“. An der Aktion „Hupen gegen Atomkraft“ entlang der Tiergartenstraße beteiligten sich, offenbar animiert durch das Aktions-Motto, auch viele AutofahrerInnen – ein unüberhörbares Signal an die Verhandlungskommission von CDU, CSU und FDP in der nahen NRW-Landesvertretung. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt erklärte dazu: „Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung ist gegen Atomkraft. Maßgeblich ist, dass tatsächlich Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Das sollten CDU, CSU und FDP nicht vergessen, wenn sie über die künftige Energiepolitik verhandeln. Wer am Atomausstieg rüttelt, verbrennt sich die Finger.“

Erst gestern abend hatten sich 1.500 Atomkraftgegner bei einem „Warmlaufen für den Widerstand“ fit für weitere Proteste gemacht. .ausgestrahlt hat angekündigt, die Koalitionäre mit täglichen Aktionen zu „belagern“. Dafür haben die Atomkraftgegner für die Zeit der Koalitionsverhandlungen eine „Ständige Vertretung der Anti-Atom-Bewegung“ in der Hauptstadt eingerichtet. Für Donnerstag rufen sie zu einer Fahrraddemo auf. Am Samstag präsentieren sie ab 14 Uhr auf dem Platz vor dem Reichstag ein Riesen-Anti-Atom-Transparent. BürgerInnen und Umwelt-Initiativen aus allen Teilen der Republik schicken derzeit dafür die Einzelteile nach Berlin, zusammengenäht werden diese täglich auf einer Mahnwache am Ort der Koalitionsverhandlungen.

Termine und weitere Aktionen: www.ausgestrahlt.de


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759