29. August 2019

Kommt der Atommüll nach Schleswig-Holstein?

Informationen und Vernetzung für potenziell Betroffene der Standortsuche für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll in Schleswig-Holstein am Sonntag, 1. September, in Kiel

Die Standortsuche für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll wird aller Voraussicht nach auch Schleswig-Holstein betreffen. Im kommenden Jahr wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) eine Karte mit Gebieten veröffentlichen, die für die weitere Suche in Frage kommen. Ein Gestein, das dabei in den Blick genommen wird, ist Salz. Davon gibt es im Norden reichlich.

Die Suche läuft bereits seit zwei Jahren. Zwischenergebnisse werden bislang geheim gehalten. Damit sich die Menschen in den betroffenen Gebieten rechtzeitig damit befassen und erfahren, was auf sie zukommen kann, laden die Kieler Initiative gegen Atomanlagen und die bundesweit tätige Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt zu einer Informations- und Vernetzungs-Veranstaltung für Schleswig-Holstein ein.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich am Sonntag, den 1. September von 13 bis 17 Uhr in Kiel in der Alten Mu, Lorentzendamm 8, in einem ersten Teil über die laufende Standortsuche und ihre Mängel zu informieren und in einem zweiten Teil gemeinsam zu beraten, wie die Bevölkerung in Schleswig-Holstein besser informiert werden kann.

Referent ist Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt, der sich schon seit mehr als drei Jahrzehnten mit dem Thema Atommüll befasst.

Die Veranstaltung in Kiel wendet sich an Menschen aus den Landkreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Steinburg und aus den kreisfreien Städte Kiel und Neumünster, da sie alle durch Salzvorkommen auf eigenem Gebiet oder in direkter Nachbarschaft von der Suche betroffen sein können.

Für die ebenfalls in Frage kommenden Landkreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg findet eine entsprechende Veranstaltung am 29. September in Hamburg statt.

Hinweis für Ihre Berichterstattung:
Im direkten Vorfeld der Veranstaltung am 1. September (also von 12.30 bis 13 Uhr) steht Jochen Stay von .ausgestrahlt für Ihre Fragen vor Ort zur Verfügung – und ist sonst natürlich auch telefonisch für Rückfragen zum Thema erreichbar.

Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759