9. August 2010

"Mit zwei oder drei Bauernopfern lässt sich der Atom-Konflikt nicht befrieden"

Atomkraftgegner bereiten Massenproteste vor und fordern echten Atomausstieg

Zu Presseberichten zu Überlegungen innerhalb der Bundesregierung, einige besonders störanfällige Atomkraftwerke 2011 stillzulegen und dafür alle anderen mit deutlich längeren Laufzeiten zu versehen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wenn die Bundesregierung meint, den Konflikt um die Atomenergie mit zwei oder drei Bauernopfern unter den ältesten Reaktoren befrieden zu können, täuscht sie sich gewaltig. Die Anti-AKW-Bewegung mobilisiert zu Massenprotesten im Sommer und Herbst, um deutlich zu machen, dass es eine breite gesellschaftliche Mehrheit dafür gibt, die gefährliche Atomkraft-Nutzung umfassend zu beenden.

Würden Sicherheitsauflagen ernst genommen und nicht nur als Verhandlungstrick im regierungsinternen Atom-Poker verwendet, müssten alle Reaktoren dran glauben. Denn keines der 17 Atomkraftwerke wäre heute noch genehmigungsfähig.

Laufzeitverlängerungen für einen Großteil der AKW würde den Atommüll-Berg weiter wachsen lassen, ohne dass es bis heute eine sichere Entsorgung gibt. Das ist gegenüber den kommenden Generationen nicht zu verantworten.

Wir fordern von Angela Merkel, dass sie sich vom Atomkurs einiger Hardliner in ihrer Partei verabschiedet und einer Technologie den Laufpass gibt, die längst nicht mehr benötigt wird. Setzt die Kanzlerin weiter auf Atomkraft, wird der Konflikt in den nächsten Monaten eskalieren. Längst gehen nicht mehr nur Anhänger der Opposition für die Stilllegung der AKW auf die Straße. Die Anti-Atom-Bewegung ist inzwischen an der Basis von Union und FDP angekommen.“

 

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759