7. August 2006

Online-Aktion: "Beinahe-GAU in Schweden - jetzt Konsequenzen ziehen!"

Die Kamapgne ".ausgestrahlt", getragen vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Initiative X-tausendmal quer und dem Online-Netzwerk Campact, fordert Bundeskanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Glos und Umweltminister Gabriel auf, zügig Konsequenzen aus dem gravierenden Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark zu ziehen. Alle deutschen Anlagen müssten weit grundlegender als dies das Umweltministerium vorhabe auf ähnliche Fehlerquellen wie in Forsmark überprüft und bei geringstem Sicherheitszweifel abgeschaltet werden. Zudem sei es völlig unverantwortlich, mit dem "Atomkonsens" Atomkraftwerke in Deutschland bis 2020 weiter zu betreiben. Bürger/innen sind aufgerufen, über die Webseite www.ausgestrahlt.de E-Mails an die Politiker zu schicken.

"Europa ist im zwanzigsten Jahr nach Tschernobyl nur knapp einer ähnlich gravierenden Reaktorkatastrophe entgangen. Der Beinah-GAU straft der Atomlobby Lügen, die stets beteuert ein Unfall wie in Tschernobyl könne nur in Schrottreaktoren sowjetischer Bauart passieren. Denn der Reaktor in Forsmark entspricht modernsten, westlichen Sicherheitsstandards", so Christoph Bautz von Campact.

"Eine Überprüfung der Notstromaggregate in allen deutschen AKWs als Konsequenz des Störfalls, wie sie das Bundesumweltministerium angekündigt hat, reicht bei weitem nicht aus," heißt es in dem E-Mail-Text der aktuellen .ausgestrahlt-Aktion. "Vielmehr offenbarte sich in Forsmark zusätzlich ein logischer Verschaltungsfehler im Steuerungssystem, wie er nur in ganz bestimmten Betriebszuständen wie etwa einer Kurzschlusssituation zutage tritt. Deswegen müssen die Steuerungssysteme aller deutschen AKWs auf den Prüfstand."

"Atomkraftwerke sind solch komplexe Anlagen, dass Sicherheitsprobleme immer wieder erst dadurch identifiziert werden, dass sie auftreten -- mit allen möglichen katastrophalen Konsequenzen", so Jochen Stay von X-tausendmal quer. "Deswegen brauchen wir endlich einen Atomausstieg, der diesen Namen auch verdient.

 

Ihre Ansprechpartner:

Christoph Bautz, Campact: 
bautz@campact.de, t 0 42 31 . 957 441, m 0163 . 59 575 93

Jochen Stay, X-tausendmal quer: j.stay@jpberlin.de, t 0170 . 93 58 759

 

 


Kontakt

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