15. April 2016

Philippsburg und Biblis nur Spitze des Eisbergs

Vier-Augen-Prinzip zu teuer für die wirtschaftlich angeschlagenen AKW-Betreiber? | Atomkraftwerke bereits jetzt abschalten

Zu den gefälschten Sicherheitskontrollen in Philippsburg und Biblis erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

"Wenn solche Manipulationen erst durch Zufälle herauskommen, dann müssen wir davon ausgehen, dass es sich nur um die Spitze des Eisbergs handelt. In den angeblich so sicheren deutschen Atomkraftwerken sind Schlampereien offensichtlich an der Tagesordnung.

Statt wie in der Luft- und Raumfahrt bei Kontrollen konsequent auf das Vier-Augen-Prinzip zu setzen, wird in Sachen Atom-Sicherheit gespart.

In Philippsburg war der Täter Mitarbeiter einer Fremdfirma. Üblicherweise sind solche Firmen nicht nur in einem AKW tätig, sondern führen Arbeiten an vielen Standorten durch. Deswegen müssen jetzt in allen Reaktoren die Kontrollen der letzten Jahre überprüft werden.

Die Atomkraftwerke sind für die Versorgungssicherheit in Deutschland längst überflüssig. Je älter sie werden und je mehr die Betreiberfirma aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Lage sparen müssen, um so riskanter wird der Weiterbetrieb. Wir sollten die AKW jetzt abschalten und nicht erst 2022."

Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759