23. Mai 2013

Plutonium-Transport in Brokdorf angekommen

Atomkraftgegner: „Bevölkerung wurde unnötig Gefahren ausgesetzt“

Nach Angaben von Eon, der Polizei Hamburg und der Atomaufsicht in Kiel ist der MOX-Plutonium-Transport aus dem belgischen Dessel am gestrigen Mittwoch am AKW Brokdorf eingetroffen. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Hochgefährliches Plutonium wird einmal quer durch die Republik gefahren, obwohl der Einsatz dieser Brennelemente selbst nach Eon-Angaben die Sicherheit reduziert. Damit setzen die AKW-Betreiber die Bevölkerung unnötigen Gefahren aus. Schon der Betrieb von Atomkraftwerken mit Uran-Brennstäben birgt nicht zu verantwortende Risiken. MOX-Brennelemente verschärfen die Gefahr noch.

Die Geheimhaltungs- und Beschwichtigungspolitik der Behörden kritisieren wir scharf. Nur wenn sie über die nötigen Informationen verfügt, kann die Bevölkerung sich zu solchen Transporten verhalten. Erschreckend ist, dass auch die für den Katastrophenschutz zuständigen Kräfte von der Informationsblockade betroffen sind.

Weitere MOX-Transporte nach Brokdorf sind für 2014 und 2015 angekündigt. Wir fordern von der Landesregierung in Schleswig-Holstein als zuständige Atomaufsicht diese Transporte und den Einsatz des Plutoniums zu verhindern.“

Eon-interne Präsentation zu MOX-Brennelementen: http://www.nwtrb.gov/meetings/2011/sept/faber.pdf (Interessante Zusammenfassung auf der letzten Seite)

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759