Pressemitteilung

2. September 2022
Gemeinsame Pressemitteilung von .ausgestrahlt und BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein

Protest gegen Laufzeitverlängerung: Atomkraftgegner*innen errichten neuen Mahnstein

Neues Mahnmal am Kaiserstuhl nach historischem Vorbild prangert Merz, Söder und Lindner an, die sich „bedenkenlos für einen Weiterbetrieb der AKW eingesetzt“ haben / Warnung an Grüne: Ergänzungsstein mit dem Namen von Wirtschaftsminister Habeck (Grüne) liegt schon bereit

Weil sie sich „bedenkenlos für einen Weiterbetrieb der AKW eingesetzt“ haben, werden am heutigen Freitag (2.9., 15 Uhr) die Parteichefs von CDU, CSU und FDP, Friedrich Merz, Markus Söder und Christian Lindner, mit einem Mahnstein in Niederrotweil im Kaiserstuhl verewigt. Der Mahnstein wird direkt neben seinem historischen Vorbild aus den 1980ern errichtet, das die baden-württembergischen Politiker an den Pranger stellt, die damals den Bau des AKW Wyhl anstrebten.

Schon bereit liegt darüber hinaus ein Ergänzungsstein mit dem Namen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der Medienberichten zufolge ebenfalls bereits daran arbeitet, die AKW über den 31.12.2022 hinaus am Netz zu halten. Die Atomkraftgegner*innen wollen diesen Stein, den sie wenn nötig dem Mahnmal beifügen werden, als Warnung an die Regierungsmitglieder der Grünen verstanden wissen.

Hierzu erklären Stefan Auchter, Geschäftsführer des BUND Regionalverbands Südlicher Oberrhein, und Armin Simon von der Anti-Atom-Organsiation .ausgestrahlt: „Die Anti-Atom-Bewegung hat, vom erfolgreich verhinderten AKW Wyhl ausgehend, jahrzehntelang für die Abschaltung aller AKW gekämpft und schließlich erreicht, dass die letzten Reaktoren spätestens am 31.12.2022 abgeschaltet werden müssen. Jedes Rütteln an diesem Abschaltdatum im Atomgesetz würde den Atomausstieg wieder zur Disposition stellen. Ein Weiterbetrieb der AKW wäre zudem nur unter Missachtung grundlegender Sicherheitsprinzipien möglich. Unabhängig vom Ausgang des Stresstests ist ein Weiterlaufenlassen der AKW deshalb keine Option. Offenbar sind die Sicherheitdefizite der Reaktoren selbst manchen Grünen-Politiker*innen nicht mehr bewusst.

Die Grünen, deren Wurzeln auch in der Anti-Atom-Bewegung liegen, haben eine besondere Verantwortung, den lange erkämpften Atomausstieg endlich zu vollenden. Das heißt, dass sie jedem AKW-Betrieb über den 31.12.2022 hinaus eine klare Absage erteilen müssen. Andernfalls werden sie auf demselben Mahnstein landen wie Söder, Merz und Lindner.

Die Aktion in Niederrotweil ist Teil der 2.400 Kilometer langen Anti-Atom-Radtour 2022, mit der Atomkraftgegner*innen seit Anfang Juli gegen einen Weiterbetrieb der AKW protestieren. Die Tour endet am Samstagnachmittag (3.9.) mit einem AKW-Abschalt -und Protestfest in Freiburg.

Termin:
Zur Aktion am Freitag, 2.9.2022 um 15 Uhr in Niederrotweil (Unterholz) laden wir Sie herzlich ein.

Fotos & Videos:
Honorarfreie Bilder und Videos der Anti-Atom-Radtour finden Sie unter: ausgestrahlt.de/pressebilder
Ab Freitag ca. 16 Uhr werden dort auch Bilder der Aktion in Niederrotweil zu finden sein.
Ein Foto des historischen Mahnsteins finden Sie hier

Kontakt

.ausgestrahlt
Armin Simon
BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein
Stefan Auchter
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