31. Oktober 2013

Protest von Atomkraftgegnern vor Energie-Gesprächen der Parteien

10.000 Postkarten für „Mehr Tempo beim Atomausstieg“

Etwa 10.000 Postkarten von Bürgerinnen und Bürgern auf über einem Kilometer Leine aufgereiht und zu ganzen Wänden verbunden: Aktivistinnen und Aktivisten der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt haben vor dem Umweltministerium in Berlin ein Spalier aus Postkarten aufgebaut, um die Energie-Verhandlungsgruppe von SPD und Union zu begrüßen, die sich dort zur Stunde zum ersten Mal trifft.

Auf den Postkarten steht die Forderung „Mehr Tempo beim Atomausstieg – eins ist nicht genug“. Denn laut Atomgesetz würde bis zur nächsten Bundestagswahl nur ein einziges Atomkraftwerk vom Netz gehen.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt:

„Neun AKW sind noch in Betrieb. Jeden Tag kann es in den immer älter werdenden AKW zum Super-GAU kommen. Doch bleibt es bei dem, was Merkel nach Fukushima ins Atomgesetz geschrieben hat, muss in den kommenden vier Jahren nur ein einziger Reaktor vom Netz! Damit wäre Deutschland auch 2017, sechs Jahre nach Fukushima, zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Die meisten Reaktoren sollen sogar noch bis 2022 weiterlaufen. Das dauert uns entschieden zu lang. Zudem stehen die Atomkraftwerke dem Umbau unseres Energiesystems im Weg. Als Partner der erneuerbaren Energien sind Atomkraftwerke viel zu unflexibel. Wer die Energiewende voranbringen will, muss daher Atomkraftwerke abschalten – und nicht Gaskraftwerke.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

http://www.ausgestrahlt.de


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759