17. Dezember 2015

Repräsentative Umfrage: Atom-Konzerne sollen zahlen

70 Prozent sagen: AKW-Betreiber müssen Folgekosten der Atomkraft tragen

Bis Februar diskutiert eine Kommission im Auftrag des Wirtschaftsministeriums, wer die Folgekosten der Atomkraft zahlen muss. Gilt weiter das Verursacherprinzip für Eon, RWE und Co.? Oder gehen die Risiken teilweise auf den Staat und damit die Steuerzahler über?

Nach einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt wollen 70 Prozent der Bevölkerung, dass die Stromkonzerne die Kosten für den Abriss der Atomkraftwerke und die Lagerung des Atommülls alleine tragen. Selbst von den Anhängern von CDU/CSU befürworten 64 Prozent eine alleinige Verantwortung der AKW-Betreiber.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Stromkonzerne versuchen gerade mit allen Mitteln, das Verursacherprinzip in Sachen Atommüll zu umgehen. Eon und RWE spalten sich auf, um die Haftungsmasse zu verkleinern. Sie drohen der Bundesregierung mit Klagen, wenn diese den AKW-Betreibern die Gelder für die entstehenden Kosten entziehen würde, so lange noch etwas zu holen ist. Inzwischen verlangt die Atomwirtschaft sogar offensiv, dass sich der Staat an den Folgekosten beteiligt.

Die Bevölkerung ist da anderer Meinung: Die übergroße Mehrheit möchte, dass diejenigen, die über Jahrzehnte zig Milliarden an der Atomkraft verdient haben, jetzt zur Kasse gebeten werden.

Die Steuerzahler haben bereits den Einstieg in die Atomkraft mit Milliarden finanziert. Die Kunden der Konzerne zahlen mit jeder Kilowattstunde einen Zuschlag für die Atom-Rückstellungen. Da wäre es doch völlig absurd, wenn jetzt für die Folgekosten ein drittes Mal die Bürgerinnen und Bürger herhalten müssten, während gleichzeitig Eon, RWE und Co Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten.“

Die genauen Ergebnisse der Umfrage:


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759