27. Mai 2010

„Schmutziger Protest“: Atomkraft? Uns stinkts!

Atomkraftgegner rufen dazu auf, Müll zu CDU/CSU-Geschäftsstellen zu bringen oder zu schicken / Reaktion auf Laufzeitverlängerungs-Pläne

Als Reaktion auf die Ankündigung der Bundesregierung, kurzfristig vor der Sommerpause die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke beschließen zu wollen, startet die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt die Aktion „Hört auf mit dem Müll – Atomkraft? Uns stinkts!“ .ausgestrahlt ruft alle Atomkraftgegner und Atomkraftgegnerinnen dazu auf, am kommenden Dienstag, 1. Juni, Müll in jeglicher Form zu den örtlichen Geschäftsstellen von CDU und CSU zu bringen oder per Post zu schicken.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt:

„Wir lassen die Unionsparteien riechen, wie sehr uns ihre Atompolitik stinkt. Denn die Union will im Hauruck-Verfahren längere Laufzeiten für Atomkraftwerke beschließen. Das bedeutet noch mehr Atommüll, obwohl keiner weiß, wohin damit. Ein Müllproblem – das gibt es für die Union angeblich nicht. Gleichzeitig verdienen sich die Stromkonzerne mit ihren AKW eine goldene Nase und kippen gleichzeitig ihren strahlenden Müll den kommenden Generationen vor die Tür. Nach Ansicht der Union soll das noch Jahrzehnte so weitergehen. Gleiches Recht für alle, finden wir und rufen deshalb dazu auf: Bringen Sie Ihren Müll zur CDU/CSU!“

Im Aufruf auf der .ausgestrahlt-Webseite heißt es:

„Machen Sie mit: Besuchen Sie das CDU- oder CSU-Büro in Ihrem Ort am Dienstag, 1. Juni, um 12.30 Uhr – und geben Sie dort Ihren Müll ab! Oder schicken Sie der Union Ihren Müll per Post. Egal ob Biomüll, gelber Sack, Atommüll-Attrappe oder Hausmüll, die Entsorgungs-Experten von der CDU/CSU wissen sicher eine Lösung dafür!

Überlassen Sie den Politikerinnen und Politikern Ihren Müll und zeigen ihnen so, dass längere Laufzeiten für AKW mit uns nicht zu machen sind: Wer für immer mehr tödlich strahlenden Atommüll sorgt, muss auch mit ‚schmutzigem‘ Protest rechnen.

Anstatt den Müll persönlich bei der Union vorbeizubringen, können Sie diesen auch per Post schicken: Packen Sie Ihren Protest-Müll in ein Päckchen oder Briefumschlag und senden ihn an das CDU- oder CSU-Büro in Ihrer Stadt!“


.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759