31. Oktober 2010

Schon mehr als 200 Busse für Großdemonstration in Dannenberg angemeldet

Atomkraftgegner rechnen mit größtem Protest in der Geschichte des Wendlandes

Die Vorbereitungen für die Anti-Atom-Großdemonstration im niedersächsischen Dannenberg am 6. November laufen auf Hochtouren. „Die Entscheidung des Bundestages für längere AKW-Laufzeiten hat unglaublich viele Leute aufgerüttelt“, berichtet Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die Demonstration zusammen mit örtlichen Initiativen und Umweltverbänden organisieret. „Wir rechnen inzwischen mit den größten Protesten, die es im Wendland in 33 Jahren Streit um Gorleben jemals gegeben hat.“

Eine genaue Prognose der Teilnehmerzahl sei nicht möglich, da niemand wisse, wie viele sich wirklich am nächsten Wochenende auf den Weg machen. Abschätzen könne man nur diejenigen, die organisiert in Bussen anreisen. Aber das sei nur ein Bruchteil der Demonstranten, da sich die meisten selbständig auf den Weg machen. „Bisher sind 203 Reisebusse aus der ganzen Republik angemeldet“, berichtet Jochen Stay. „Täglich kommen derzeit etwa zehn weitere Busse dazu. Wir rechnen erfahrungsgemäß damit, dass in den letzten Tagen vor der Demonstration die Zahl nochmal sprunghaft ansteigt, weil sich viele Menschen erst sehr kurzfristig um eine Fahrkarte kümmern.“

Um riesige Staus bei der Anreise nach Dannenberg zu verhindern, empfehlen die Organisatoren der Demonstration allen Atomkraftgegnern, möglichst früh anzureisen. Schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung um 13 Uhr gibt es ein Bühnenprogramm. Jochen Stay: „Die Demonstration ist ein Protest-Fest für die ganze Familie. Da der Castor-Transport frühestens am Tag darauf in Dannenberg ankommt, wird die Polizei am 6.11. lediglich dazu eingesetzt, den Verkehr zu regeln.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation und gehört zu den Veranstaltern der Großdemonstration am 6.11. in Dannenberg.

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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759