15. August 2010

Stromkonzerne räumen ein: Schneller Atomausstieg ist möglich

Atomkraftgegner ermutigen Konzerne, ihre Abschalt-Drohung endlich in die Tat umzusetzen

Zur Spiegel-Meldung über die Ankündigung der Stromkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, ihre Atomkraftwerke im Falle von Sicherheitsauflagen und Steuerbelastungen sofort abzuschalten, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Vorschlag von Eon, RWE, Vattenfall und EnBW zeigt, dass auch aus Sicht der Stromkonzerne die Atomkraftwerke problemlos sofort abgeschaltet werden könnten. Mehr noch: Ein schneller Atomausstieg ist offenbar auch für die Chefs der Konzerne eine reale und zudem ökonomisch sinnvolle Option. Diese Einsicht können wir nur begrüßen.

Ungewohnt freimütig haben die Konzernchefs zudem bestätigt, dass sich Atomkraft nur dann rechnet, wenn es keine relevanten Sicherheitsauflagen für die maroden Uralt-Meiler gibt und es bei den bisherigen großzügigen Steuerbegünstigungen bleibt.

Wir appellieren an die Stromkonzerne, es nicht bei hohlen Worten zu belassen, sondern ihre Abschalt-Drohung endlich in die Tat umzusetzen. Die Mehrheit der Bevölkerung würde dies begrüßen. Die Bundesregierung wäre ein Verliererthema los. Und der Weg wäre endlich frei für den zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dies würde auch helfen, die Stromlücken von Ländern wie Frankreich zu decken, die wegen ihres hohen Atomstromanteils regelmäßig auf Stromimporte aus Nachbarländern wie Deutschland angewiesen sind.“


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.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759