15. April 2014

Überflüssig, unwirtschaftlich und hoch riskant: AKW Brokdorf muss abgeschaltet werden.

Protest- und Kulturmeile rund um das AKW Brokdorf am 26. April anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

Zeit zum Abschalten! Mit einer Protest- und Kulturmeile protestieren am 26. April anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl Atomkraft-GegnerInnen aus Norddeutschland für die Stilllegung des AKW Brokdorf. Der andauernde Betrieb ist nicht nur ein unverantwortliches Risiko, sondern auch überflüssig. Die Atomkonzerne selbst klagen über das Überangebot an Strom und die sinkenden Preise. Atomkraftwerke sind nicht mehr rentabel. Deshalb hat der Betreiber des AKW Brokdorf, E.on, bereits die vorzeitige Stilllegung des bayerischen AKW Grafenrheinfeld beschlossen.

Marianne Kolter: Anti-Atom-Initiative Kreis Pinneberg: „Enorme Risiken und immer noch mehr hochradioaktiver Atommüll, obwohl der Betrieb des AKW Brokdorf überhaupt nicht erforderlich ist? Wir gehen davon aus, dass die Versorgungssicherheit in Norddeutschland auch ohne den Atommeiler sichergestellt ist.  Es muss endgültig Schluss sein mit dem Atomwahnsinn. E.on muss jetzt auch für das AKW Brokdorf den Aus-Schalter drücken!“

Karsten Hinrichsen, Brokdorf-akut: „Derzeit wird am AKW Brokdorf der Anti-Terrorschutz erweitert. Diese Maßnahmen sollen offenbar verhindern, dass Terror-Kommandos mit Hubschraubern auf den Dächern der Gebäude landen, um mit Panzerwaffen auf die Reaktorkuppel zu feuern. Die Atomaufsicht geht offenbar davon aus, dass diese Waffen die Kuppel durchschlagen können. Dieses nicht auszuschließende Risiko könnte also zum Super-GAU führen. Landeplätze gibt es rund um das AKW genug. Anti-Terror-Schutz kann nur eins bedeuten: Brokdorf muss umgehend vom Netz.“

Gisela Wieneke, BUND Kreisgruppe Steinburg:  „Wir erwarten von der Landesregierung, den Druck auf E.on zu erhöhen und auf die sofortige Abschaltung des Atommeilers Brokdorf zu drängen. Wir freuen uns, dass die Grünen mit uns gemeinsam demonstrieren. Noch mehr würden wir uns freuen, wenn der Regierungspartner tatkräftig für die Stilllegung aktiv wird. Der Weiterbetrieb von konventionellen Kraftwerken wie Atom- und Kohlemeiler behindert die Energiewende und notwendige Investitionen in den Ausbau von intelligenten Stromnetzen und Speichertechniken."

Ein Bündnis von über 30 Initiativen und Verbänden, darunter auch Parteien, ruft für den 26. April zu einer  Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf auf.  Ab 11 Uhr 30 gibt es Musik auf der Bühne, um Fünf vor Zwölf erfolgt die Begrüßung. Bis 14 Uhr lädt dann die Meile zum Schlendern ein mit Infoständen, Mitmach-Aktionen, einem vielfältigen Musikangebot, Kleinkünstler, Bands, Liedermacher, Trommel- und Bläsergruppen - und leckerem Essen in Bio-Qualität. Um 14 Uhr gibt es Redebeiträge u. a. von Brokdorf-akut, von der AG Schacht Konrad, Robin Wood, der IPPNW, dem
Bundesverband Windenergie, Grußadressen vom BBU und Anti-AKW-Gegnern aus
Polen und Tansania. Verschiedene Musikbeiträge, z. B. von Olaf Plotz mit
Blaney & Heuer und der Gruppe Gutzeit schließen das bunt-kreative Programm
der etwas anderen Demo-Veranstaltung ab.

Aktuelle Informationen zur Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf am 26.4. gibt es auf der Webseite: akw-brokdorf-abschalten.de


Kontakt

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Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759