11. März 2012

"Zeit der Anti-Atom-Proteste ist noch nicht vorbei"

Demonstrationen zum Fukushima-Jahrestag in ganz Deutschland

Zu den heutigen Protesten der Anti-Atom-Bewegung in Deutschland erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

"Wir gehen heute erneut auf die Straße, weil uns die Konsequenzen aus Fukushima nicht ausreichen. Neun Atomkraftwerke laufen in Deutschland ohne Sicherheits-Nachrüstungen weiter - die meisten noch bis 2022. Damit kann es jeden Tag zu einem Super-GAU kommen.

Gleichzeitig produziert die Urananreicherungsanlage in Gronau Brennstoff für jedes zehnte AKW weltweit. Mit Atomausstieg hat das alles nichts zu tun.

Wenn es in Japan möglich ist, innerhalb eines Jahres von 54 Atomkraftwerken 52 abzuschalten, ohne dass die Wirtschaft zusammenbricht, dann ist es völlig unverständlich, warum hierzulande nur der halber Ausstieg umgesetzt wird.

Wenn Angela Merkel es mit ihrer Aussage ernst meint, dass sie die Risiken der Atomenergie neu bewertet, dann ist es absolut verantwortungslos, neun Reaktoren noch über viele Jahre weiterlaufen zu lassen.

Wer glaubt, die Zeit der Anti-Atom-Proteste sei vorbei, wird sich heute wundern, wie viele Menschen auf die Straße gehen, weil sie unzufrieden sind mit der halbherzigen Energiepolitik der Bundesregierung."

Heute finden in sechs Orten in Deutschland anlässlich des Jahrestages der Fukushima-Katastrophe große Demonstrationen und Menschenketten gegen Atomkraft statt: Brokdorf, Gronau, Hannover, Braunschweiger Land (Asse), Neckarwestheim und Gundremmingen. Organisiert werden die Proteste von örtlichen Initiativen zusammen mit Unweltverbänden.


.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759