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Es klingt nach Realsatire. Die Japanische Atomaufsicht möchte die Atomreaktoren wieder anfahren. Aber nur in allgemeinem Einvernehmen (etliche Kommunen und die Bevölkerung sind dagegen). Und verspricht maximale Sicherheitsstandards. Oder nahezu Maximale.

Mehr als zwei Jahre nach dem GAU in den Reaktoren der AKW Fukushima verkündet die japanische Atomaufsicht: Ab Montag gälten landesweit „die besten oder nahezu besten Standards.“ Der neue Behördenchef Shunichi Tanaka laviert jedenfalls ziemlich herum. Zurzeit sind nur zwei von 50 Meilern in Japan im Betrieb, die anderen sollen nach Tanaka erst wieder ans Netz, wenn sich die betroffenen Standortkommunen mit den Betreibern darauf verständigen.

Was mit „nahezu bester Sicherheit“ gemeint ist, erschließt sich zumindest für uns bei .ausgestrahlt nicht ganz. Da drängen sich Vergleiche wie „Ein bisschen schwanger“ oder ähnlich gerade zu auf. Es bleibt spannend, Fortsetzung folgt mit Sicherheit…

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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