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Atomkraft: Teuer, gefährlich und unnötig – jetzt abschalten!

In den letzten Tagen kochte die Diskussion um Strompreise wieder hoch. Dieses Mal: Atomstrom ist so unrentabel (stimmt! Und: einmal stehen nicht die Erneuerbaren im Fokus…), dass die AKW von der Regierung gerettet werden müssen (Blödsinn). Sommerloch und nahende Bundestagswahl scheint Lobbyisten und Meinungsmachende zu beflügeln. Hier einige empfehlenswerte Meldungen der letzten Zeit in der Übersicht.

Es gibt immer zwei Möglichkeiten der Darstellung, manchmal gar aus gleicher Feder. Während die WELT vom Turbo für den Atomaustieg spricht, pocht der Artikel im Wirtschaftsteil schon auf die Rettung für deutsche Atommeiler durch die Regierung.

Gestern hatte sich .ausgestrahlt daraufhin mit einer Presseerklärung zu Wort gemeldet – denn die AtomkraftgegnerInnen können sich über die gute Nachricht eigentlich nur freuen, zeigt sie doch einmal mehr, dass AKW auch aus ökonomischen Gründen sofort abgeschaltet werden können und müssen. Bei RWE & Co. sitzen allerdings immer noch steinzeitliche ManagerInnen, die lieber flexible und effiziente Gaskraftwerke abschalten, als gefährliche Atomreaktoren…

Das Manager Magazin schrieb schon vor einer Woche lesenswert über „das blaue Wunder“, wonach Solarstrom selbst zu den radikal gekürzten Konditionen billiger als Atomstrom ist.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert schließlich die Vorstellung der energiepolitischen Ideen der SPD als ungenügend, die Bundesregierung kam allerdings nicht besser weg.

Eines ist garantiert: Fortsetzung folgt. Selbst wenn das Thema im Wahlkampf öffentlich wenig vorkommt.

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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