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19.08.2013 | von Redaktion

Aktueller Recherchebericht untersucht Ökostromanbieter

ROBIN WOOD stellt Rechercheergebnisse vor. Zwei neue Anbieter im Portfolio.

Die Umweltorganisation ROBIN WOOD ist eine der wenigen Organisationen, die Ökostromanbieter genauer unter die Lupe nimmt. Der Recherchebericht erscheint alle ein bis zwei Jahre, vor wenigen Tagen wurde die aktuelle Studie vorgestellt. Das Ergebnis: Die bisher empfohlenen, bundesweit tätigen Ökostromanbieter – Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom – sind weiterhin empfehlenswert. Hinzu gekommen sind zwei kleinere, neue Ökostromanbieter: Mann Naturenergie und Polarstern. Sie empfiehlt ROBIN WOOD mit kleinen Einschränkungen. Da die Bundesregierung die Energiewende ausbremst, ist es weiterhin dringend geboten, aktiv für eine dezentrale Energieversorgung ohne Kohle und Atom zu streiten und den Ökostromwechsel zu forcieren.

Bericht trennt Spreu vom Weizen

ROBIN WOOD hält Anbieter nur dann für empfehlenswert, wenn sie eigentumsrechtlich nicht mit einem Konzern verflochten sind, der Atom- und Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt. Entsprechendes gilt für die Kraftwerke, aus denen der Strom stammt. Außerdem müssen die Anbieter Strom aus Neuanlagen beziehen und eigenständig in den Ausbau der erneuerbaren Energie investieren.

Die Umweltorganisation hat den Markt der bundesweit tätigen Ökostromanbieter unter die Lupe genommen. Die Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom erfüllen die Kriterien und sind weiterhin empfehlenswert. Bei einzelnen Betreibern der Kraftwerke, von denen auch empfehlenswerte Anbieter Strom beziehen, fand ROBIN WOOD Verflechtungen mit der Atomindustrie. Diese Verflechtungen sind jedoch im einstelligen Prozentbereich und damit so geringfügig, dass eine direkte Einflussnahme ausgeschlossen werden kann.

Zwei neue, bundesweit tätige Anbieter – Mann Naturenergie aus dem Westerwald und Polarstern aus München – sind mit der kleinen Einschränkung empfehlenswert, dass ihre Strompreise regional unterschiedlich sind und sie bislang einen sehr kleinen, offenbar regionalen Kundenkreis haben. Etliche Anbieter fielen durch, weil sie direkt oder indirekt Verbindungen zu Unternehmen haben, die mit Kohle‐ oder Atomstrom handeln wie Entega, Grünhaus und Naturstrom Rheinland‐Pfalz. Unternehmen wie Hamburg Energie, die ausschließlich regionale Angebote machen, wurden nicht genauer geprüft.

Der komplette Recherchebericht mit einer Erläuterung der Kriterien, Porträts der empfohlenen Anbieter und detaillierten  Informationen, woher sie ihren Strom beziehen, steht zum Gratis-Download bereit auf:  www.robinwood.de/stromwechsel

Redaktion

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