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Auch der Rückbau und die Entsorgung der Reaktoren wird teuer.

Beim AKW Mühlheim-Kärlich wird exemplarisch vorgemacht: 500.000 Tonnen Material kommen schnell zusammen und kosten viel Geld. Was an den einzelnen Atomstandorten noch auf die Bevölkerung zukommt, beschreibt der Handelsblatt-Artikel „Endzeitstimmung im Atomkraftwerk“ von letzter Woche eindrücklich.

Das nicht alles ganz einfach von statten geht und auch ein zuständiger grüner Umweltminister das Thema schneller abräumen möchte, als es dem Verstand nach geboten scheint, merken die Anti-Atom-Initiativen derzeit auch in Obrigheim. Der Reaktor, der als einer der ersten komplett zurückgebaut werden soll, bereitet den wachsamen Köpfen der Initiative „Atomerbe Obrigheim“ immer wieder Kopfzerbrechen. Zuletzt wehrte sich die Initiative wie auch Umweltverbände im Juli gegen eine neue wasserrechtliche Genehmigung zur Einleitung in den Neckar (mehr dazu hier), für ihre Klage gegen grobe Mängel in der 2. Rückbaugenehmigung sammelt sie noch Spenden.

Den Kostenfaktor hat auch das in der Nähe von Obrigheim gelegene Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn im Blick, und konstatiert richtig: Die Rechnung kommt am Schluss!

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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