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09.10.2013 | von Redaktion

Die einen sondieren, wir plakatieren

Mit wem wird Merkel regieren? SPD? Grüne? In Berlin treffen sich Parteispitzen zum Sondieren, mal öffentlich mal geheim. Dabei kommen sie seit einer Woche an einer Botschaft nicht vorbei: Atomkraftwerke jetzt abschalten – AKW statt Gaskraftwerke stilllegen. Auf Großplakatwänden im Regierungsviertel haben wir diese Botschaft unübersehbar plakatiert, zusätzlich läuft sie unter anderem im Hauptbahnhof und im S-Bahnhof Friedrichstraße auf so genannten Infoscreens.

Mein Kollege Jochen Stay macht gerade Urlaub – ausgerechnet in Berlin -, ihm drängten sich die Plakate in Berlin-Mitte ständig auf und er hat uns Fotos geschickt. Jochen schreibt: „Direkt gegenüber vom Haupteingang von n-TV, Reuters, RTL und an einer Straße mit vielen Lobby-Büros und zwei beliebten Politiker-Kneipen hängen die Großplakate unübersehbar.“

Egal in welcher Konstellation, die neue Bundesregierung kann und muss die Weichen in der Energiepolitik so stellen, dass in der kommenden Legislaturperiode mehr als nur ein AKW vom Netz geht. Demnächst beginnen Koalitionsverhandlungen. Die Großplakate geben PolitikerInnen, JournalistInnen und LobbyistInnen einen Vorgeschmack auf kommende Aktionen für eine Energiewende, die diesen Namen verdient, und zu der gehört, die AKW viel schneller abzuschalten.

Richtig kräftig wird es am 30. November schmecken, wenn viele Organisationen zur Energie-Demo nach Berlin rufen.

Möglich gemacht haben die unübersehbaren Erinnerungen 93 SpenderInnen, die die Kosten dafür tragen.

Redaktion

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