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12.02.2014 | von Redaktion

Europa immer erneuerbarer

70 Prozent der neuen Kraftwerkskapazitäten in der EU sind EE-Anlagen

70 Prozent der Kraftwerkskapazitäten, die in der EU im Jahr 2013 neu gebaut wurden, sind Erneuerbare-Energien-Anlagen, zeigen aktuelle Zahlen des europäischen Windenergie-Branchenverbandes EWEA (zur Pressemeldung auf englisch). Der Löwenanteil von 32 Prozent der im letzten Jahr neu installierten 35.000 Megawatt Kraftwerkskapazität stammt aus Windenergie, 31 Prozent aus Photovoltaik und vier Prozent aus Biomasse.

Mehr fossile Kraftwerke vom Netz als neu zugebaut

Anders als im Deutschland entfällt der Großteil der fossilen Zubauten mit 21 Prozent auf Gaskraftwerke. Die neu installierten Kohlekraftwerke haben einen Anteil von fast sechs Prozent. Mit insgesamt 9.500 Megawatt wurde dabei weniger fossile Leistung zugebaut, als im selben Zeitraum vom Netz genommen wurde (Gas: minus 10.000 Megawatt, Kohle: minus 7.700 Megawatt).

Windenergie: Deuschland noch vorne, aber unsichere Zukunft

Bei der Windenergie ist Deutschland nach wie vor Spitzenreiter mit einer insgesamt installierten Kapazität von 34.000 Megawatt, gefolgt von Spanien (23.000 Megawatt) und Großbritannien (10.500 Megawatt). Infolge der aktuellen Pläne von Wirtschaftsminister Gabriel zur Reform des EEG könnte sich dies aber bald ändern. Schon heute macht sich nach Angaben des Bundesverband Windenergie (BWE) enorme Unsicherheit auf dem Markt breit. Es sei klar, dass die Regierung damit den Kernbereich der Energiewende ernsthaft infrage stelle, erklärte die BWE-Präsidentin auf der Jahrespressekonferenz vor rund zwei Wochen: „Wer die Energiewende wirklich will, sollte nicht bei Onshore kürzen“, so Pilarsky-Grosch (vgl. Beitrag auf klimaretter.info). Die Windräder an Land seien nicht nur der größte Posten im Erneuerbaren-Sektor, sie würden auch vor allem von Bürgerverbänden und mittelständischen Unternehmen gebaut. Aber auch beim derzeit laufenden Jahresempfang des Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) zeigt sich aktuell verstärkt Unsicherheit.

Redaktion

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