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30.05.2014 | von Redaktion

Sicherheitsmängel bei Atomtransporten durch Hamburg

Seit Februar dieses Jahres sind in offenbar fünf Fällen Atomtransporte durch Hamburg wegen Sicherheitsmängeln gestoppt worden, so ROBIN WOOD in einer Pressemeldung. Es habe „einige Fälle“ mit „Mängeln an den Transportcontainern“ gegeben, so dass „Beförderungsverbote ausgesprochen wurden“, teilte der Hamburger Senat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Dora Heyenn und Christiane Schneider mit (Drs. 20/11730). Bei den insgesamt 61 Atomtransporten seit Anfang Februar 2014 wurden 32 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden in 17 Fällen Sicherheitsmängel festgestellt. Das heißt: Mehr als die Hälfte der Atomtransporte durch Hamburg wies sicherheitsrelevante Mängel auf!

Bemängelt wurde nicht nur die falsche Deklaration der Ladung. Bei sechs Transporten war die Ladung unzureichend gesichert. In einem dieser Fälle konnte der Mangel behoben werden. Was mit den fünf anderen Transporten passierte, deren Weitertransport offenbar untersagt wurde, geht aus der Antwort des Senats nicht hervor.

Vor rund einem Jahr wäre es bei einem Atomtransport durch den Hamburger Hafen beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Auf dem unter anderem mit Uran-Produkten beladenen Schiff „Atlantic Cartier“ brach Feuer aus. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren 16 Stunden im Einsatz, um den Großbrand zu
löschen und dafür zu sorgen, dass das radioaktive Material rechtzeitig von Bord geschafft wurde.

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Redaktion

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