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Aktionäre fordern Stilllegung der AKW

Nachdem Ende Juni Anteilseigner die Fukushima-Betreiberfirma Tepco auf der Aktionärsversammlung zur dauerhaften Stillegung ihrer Atomkraftwerke aufgefordert hatten, laufen dem Atom-Konzern nun auch noch die Arbeiter weg.

Solarbranche statt Strahlen-Risiko

Wie die TAZ schreibt, haben seit der Nuklearkatastrophe 2011 in Japan rund 3.000 Beschäftigte Tepco verlassen. Als Gründe dafür werden der schlechte Ruf der Firma, Gehaltskürzungen und das Strahlenrisiko genannt. Vor allem gäbe es derzeit aber besser bezahlte Jobs in der populären Solarbranche. Im Jahr vor der Katastrophe verließen nur 134 Beschäftigte das Unternehmen. 2011 waren es schon 465, im Jahr darauf weitere 712 und im vergangenen Jahr 488. 70 Prozent derer, die gingen, waren jünger als 40 Jahre. Als die Firma in diesem Jahr erstmals ein Programm für den freiwilligen Ruhestand anbot, bewarben sich 1.151 Mitarbeiter um die 1.000 vorhandenen Plätze. Inzwischen arbeiten noch etwa 35.700 Menschen bei Tepco.

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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