.ausgestrahlt-Blog

Atomtransporte sind brandgefährlich und finden permanent und heimlich quer durch die Republik statt, ohne dass die Sicherheitsvorkehrungen ausreichend sind. Dieser Ansicht ist Robin Wood und lädt zu einer Unterschriftenaktion ein.

Mehrmals pro Woche fahren Atomtransporte über den Hamburger Hafen, haben die AktivistInnen festgestellt. Die radioaktive Fracht werde anschließend quer durch die Republik per LKW oder Bahn weitertransportiert, etwa in die Brennelementefabrik Lingen, zur Urananreicherungsanlage Gronau oder zur Urankonversionsanlage Malvési in Südfrankreich. Dagegen war zuletzt mehrfach protestiert worden.

Nun hat die Umweltschutzorganisation Robin Wood eine Unterschriftenaktion an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gestartet und fordert: „Setzen Sie sich dafür ein, dass der Hamburger Hafen nicht länger die Drehscheibe für internationale Atomtransporte ist!“ Denn: Atomtransporte dienen dem unverantwortlichen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Die transportierten Container enthalten radioaktiv strahlende Uranverbindungen, aus denen Brennstoff für Atomkraftwerke in der ganzen Welt hergestellt wird.

weiterlesen:

  • Uranzug in Hamburg blockiert
    10. November 2014 — AtomkraftgegnerInnen haben heute abend einen Transport mit Uranerzkonzentrat in Hamburg gestoppt. AktivistInnen der Organisation Robin Wood seilten sich vor dem Zug ab und fordern von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, die Transporte von radioaktivem Material durch den Hafen zu verbieten.

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

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