.ausgestrahlt-Blog

02.03.2015 | von Jan Becker

Leck im französischen AKW Fessenheim

Das Atomkraftwerk Fessenheim ist das älteste im Land und auch das umstrittenste. Staatschef Hollande hatte im Wahlkampf die endgültige Abschaltung im kommenden Jahr versprochen, doch seine Regierung rudert zurück. Aktuell steht das Kraftwerk wegen eines Lecks wieder still.

Wie Nachrichtenagenturen berichten, hat eine Leckage am Samstag zur Abschaltung von Block 1 geführt. Laut Betreiber gibt es keine Gefahr, weil sich die undichte Rohrleitung außerhalb der Nuklearzone befindet. Reaktorblock Nr. 2 war wegen geplanter Wartungsarbeiten in der Nacht zum Samstag für mehrere Wochen stillgelegt worden.

Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf versprochen, das umstrittene Kraftwerk stillzulegen, jedoch den ursprünglich zugesicherten Termin Ende 2016 nicht weiter bestätigt. Nun ist gar die Abschaltung von nur einem Block im Gespräch.

  • Abschalttermin für französisches Alt-AKW Fessenheim weiter offen
    19. Februar 2015 — Der französische Präsident Hollande hatte es im Wahlkampf versprochen: Das älteste und besonders gefährliche Atomkraftwerk des Landes wird Ende 2016 stillgelegt. Doch immer neue Aspekte lassen daran zweifeln. AtomkraftgegnerInnen bleiben weiter aktiv im Kampf für die Abschaltung von Fessenheim.

Quelle (Auszug): dpa, 02.03.2015

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

« zurück