.ausgestrahlt-Blog

12.05.2015 | von Jan Becker

Feuer in US-Atomkraftwerk

Eine dunkle Rauchsäule stand am Wochenende über Reaktorblock 3 des US-Atomkraftwerks Indian Point. Alle Notfallsysteme hätten funktioniert, beschwichtigt der Betreiber. Der Meiler befindet sich nur 50 Kilometer nördlich von Manhatten.

Ein Transformator habe am Samstagabend Feuer gefangen, berichtete ein Sprecher der Betreiberfirma. Augenzeugen sprachen von einer Explosion. Der Brand sei durch die Sprinkleranlage gelöscht worden und das Kraftwerk „sicher“ abgeschaltet, so der Betreiber. Allerdings seien Tausende von Litern Öl in den Hudson River ausgelaufen.

Der fast 40 Jahre alte Meiler musste bereits im März und noch einmal vergangene Woche wegen anderer Vorfälle abgeschaltet werden. 2007 war es an dem Standort mit drei Reaktoren ebenfalls zu Bränden in zwei Transformatoren gekommen.

AtomkraftgegnerInnen in Amerika fordern die Stilllegung des AKW. Das Kraftwerk befindet sich auf Flugrouten von Verkehrsflugzeugen und gilt daher als „terrorismusgefährdet“. Nicht zuletzt steht es auf einer Erdbebenzone.

weiterlesen:

  • Internationale ExpertInnen warnen vor Atomrisiko
    13. März 2014 — Eine neu gegründete internationale Gruppe von Atomtechnik-ExpertInnen warnt, dass schwere nukleare Unfälle nach wie vor geschehen können – und zwar “nicht nur in Japan, sondern in allen nuklearen Einrichtungen der Welt”.

Quellen (Auszug): spiegel.de, nzz.ch; 11.5.2015

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

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