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27.09.2016 | von Jan Becker

Internationales Anti-Atom-Filmfestival in Berlin

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„Fünf Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl, 50 Jahre Palomares: Atomare Katastrophen dürfen nicht in Vergessenheit geraten.“ Das ist das Thema des diesjährigen Internationalen Uranium Film Festivals, das bereits zum 5. Mal in Berlin stattfindet.

Vor genau 50 Jahren stürzte ein B-52 Bomber der USA mit vier Atombomben an Bord über Südspanien bei Palomares ab. Bis heute werden dieser „Atom-Unfall“ von Palomares und dessen Folgen verschwiegen, vertuscht, verharmlost. Das Festival zeigt dazu den spanischen Dokumentarfilm „Operation Gebrochener Pfeil“.

Ab Mittwoch laufen an dem Veranstaltungsort in Prenzlauer Berg 22 atomare Filme aus zehn Ländern. Der auf Tatsachen beruhende Thriller „The Idealist - Geheimakte Grönland“ über einen vertuschten, geheim gehaltenen nuklearen Unfall, ausgelöst durch einen mit Atombomben bestückten B52-Bomber der USA über Grönland, macht den Anfang. Am Donnerstagabend folgen drei Dokumentationen über Tschernobyl.

"Das Uranium Film Festival ist einzigartig, denn es versucht, dieses komplexe Thema für alle zugänglich zu machen. Filme aus aller Welt, Filmgespräche und Round Tables mit Experten informieren über Uranbergbau, Reaktorkatastrophen und die Gefahren des  Millionen Jahre lang zu lagernden radioaktiven Atommülls“, so Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und Schirmherr des Festivals.

Das Uranium Film Festival wurde einige Monate vor dem Reaktorunfall von Fukushima in Rio de Janeiro gestartet. Seit 2012 findet es alljährlich in der Cinematheque von Rio's Museum fuer Moderne Kunst (MAM Rio) statt. Mit ausgewählten Filmen reist es dann in andere Städte und Länder. Das Uranium Film Festival war bereits in Washington, Neu Delhi, New York, Window Rock, Santa Fe, Mumbai, Lissabon, Muenchen, Passau und Berlin zu Gast.

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

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