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27.06.2019 | von Jan Becker

Happy Beznau to you? Schweizer Meiler wird 50

Stell dir vor du hast Geburtstag - und niemand freut sich. Das schweizerische Atomkraftwerk Beznau wird in Kürze 50 Jahre alt und ist so marode wie noch nie. Selten konnte man einen runden Geburtstag so zu Recht nicht feiern wie den, meint ein bekannter Satiriker und nimmt Stellung.

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Foto: Renato Kaiser / youtube

Am 17. Juli 1969 fand die Netzsynchronisation von Block 1 statt. Es handelt sich damit um das älteste noch in Betrieb befindliche AKW der Welt - und es steht unweit der deutschen Grenze. Die Liste an Kritik ist lang, sie reicht über mangelnden Schutz gegenüber Flugzeugabstürzen, das mit dem Alter wachsende Risiko schwerer Unfälle bis hin zur völlig ungeklärten Lagerung für den Atommüll.

Diesen „runden Geburtstag“ nimmt der Satiriker, Komiker und einer der erfolgreichsten Mitglieder der Schweizer Poetry Slam-Szene Renato Kaiser zum Anlass für ein scharfzüngiges Videostatement.

„Warum (...) die Vorstellung, Kernkraftwerke seien saumässig klimafreundlich, nur als Satire funktioniert, seht Ihr im Video“:

 

weiterlesen:

  • Klimaschutz: Neue AKW sind unrealistisch – auch in der Schweiz
    26.06.2019 - Eine Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung zeigt „klare Nachteile gegenüber neuen erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik“ auf: Der Ausbau der Atomenergie für wirkungsvollen Klimaschutz wäre zu teuer, dauert zu lange und würde eine massive staatliche Unterstützung benötigen.

  • Studie: Alte Meiler bedrohen Millionen Menschen
    22.05.2019 - Seit einem halben Jahrhundert ist das Atomkraftwerk Beznau-1 schon in Betrieb. Sollte sich in einem der schweizerischen AKW ein großer Unfall ereignen, wären in Europa mehr als hunderttausend Strahlenopfer zu erwarten.

Quellen (Auszug): renatokaiser.ch / energiestiftung.ch

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

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