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Kategorie – Klima und Atom

Es ist eine einfache Rechnung, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) aufstellt: Die Anzahl der AKW, die bis 2030 aus Altersgründen vom Netz gehen müssen, übersteigt die Zahl der AKW-Neubauprojekte um ein Vielfaches. In allen Ländern, die erstmals ein AKW bauen wollen, mangelt es an Demokratie.

Im Zuge der Klimakrise ist die Atom-Debatte neu entfacht. Im Internet, aber auch in der Presse ist die Diskussion geprägt von Atom-Propaganda und Fehlinformationen. Eine Aufräumarbeit.

Diverse Firmen aus der Biobranche haben eine Werbekampagne unter dem Motto „Kernkraft - ja bitte“ gestartet. Einerseits ein witziges Wortspiel, andererseits brandgefährlich in Zeiten, in denen sich die Atomlobbyisten für AKW-Laufzeitverlängerungen in Stellung bringen.

40 Jahre nach dem schweren Unfall im US-AKW Harrisburg ist der letzte Meiler am Standort endlich vom Netz. Aus wirtschaftlichen Gründen, jahrelang schrieb er rote Zahlen. Das ist kein Einzelfall, sondern mit ein Grund, weshalb Atomkraft kein Klimaretter sein kann.

Seit einigen Monaten erleben wir, dass die Atom-Fans angesichts der Klima-Debatte Morgenluft wittern. Zwar sind Atomkraftwerke denkbar ungeeignet für den nötigen radikalen Umbau des Energiesystems. Aber das scheint die Pro-Atom-Fraktion nicht zu stören.

Der kürzlich veröffentlichte Report „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Atomkraft künftig in der Weltstromerzeugung und fürs Klima spielt. Der Bau neuer AKW sei „politisch motiviert“, denn künftige Meiler seien wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig, sagen die Expert*innen.

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