.ausgestrahlt kommt zu Dir

Wegen der Allgemeinverfügungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie können viele Info- und Diskussionsveranstaltungen derzeit nicht stattfinden.

Als Ersatz für die realen Treffen gibt es nun digitale Angebote: Webinare oder Videos ersetzen Vorträge, Workshops finden als Live-Online-Seminare über das Internet statt und Videokonferenzen dienen der Vernetzung oder zum Austausch bei aktuellen Anlässen.

Wenn sich die Lage wieder normalisiert hat, lässt sich vieles im realen Zusammentreffen nachholen. Bis dahin gilt: Bleib gesund, aktiv und #stayathome!

Flyer verteilen, Plakate aufhängen, über Social Media unsere Inhalte teilen – was Du außerdem tun kannst: Einen Infoabend organisieren. Alles was es braucht, ist ein Termin. Unsere Referent*innen diskutieren mit Euch über eines der unten genannten Themen Eurer Wahl und bieten Inspirationen dazu, wie man sich als Bürger*in ein- und mitmischen kann!



"Basiswissen Standortsuche"

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Seit 2017 läuft die Standortsuche. Im Herbst 2020 werden mit dem „Zwischenbericht Teilgebiete“ erstmals staatlicherseits größere Gebiete benannt.

Ab dem 09. Juni starten wir eine achtteilige Reihe von Online-Veranstaltungen, geeignet für Menschen ohne großes Vorwissen und für diejenigen, die sich bereits mit dem Thema befasst haben.

Zu den Veranstaltungen


"Sackgasse Atomkraft"

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In letzter Zeit mehren sich die Versuche, Atomkraft im Namen der Klimakrise wieder salonfähig zu machen.

Eine Webinarreihe von .ausgestrahlt, Naturfreunde Deutschland, Umweltinstitut München und der BI Lüchow-Dannenberg liefert Argumente, die diese Irrungen entkräften.

13.05.2020 "Atomkraft: Irrweg in der Klimakrise" (.ausgestrahlt)

 

22.05.2020  "Die Atomlobby in der EU stoppen! EURATOM Nein danke!“ (Naturfreunde)

03.06.2020 "Strahlengefahren durch Atommüll" (Umweltinstitut München)

17.06.2020 "Kostenfalle Atomkraft" (Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg)


"Standortsuche für ein Atommüll-Lager"

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Im März 2017 hat der Bundestag das Standortauswahlgesetz verabschiedet. Damit ist das Verfahren zur Bestimmung des deutschen Atommüll-Lager-Standortes für hochradioaktive Abfälle vorgegeben. .ausgestrahlt hat das Verfahren auf den Prüfstand gestellt und zeigt gravierende Mängel auf: darunter fehlende Mitbestimmungsrechte für Betroffene, wissenschaftliche Unschärfe, dehnbare Entscheidungskriterien und ein viel zu eng angelegter Zeitrahmen. Dieses Verfahren führt nicht zu einem geeigneten Atommüll-Lager, sondern in Konflikte mit der Bevölkerung an den potenziell betroffenen Standorten.

Der Vortrag wendet sich an die Menschen in diesen Regionen und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Das Standortauswahlverfahren wird kritisch erläutert und als groß angelegte PR-Kampagne entlarvt. Es besteht Gelegenheit zur Beantwortung von Fragen und zur Diskussion.


„Fässer ohne Boden. Sechs AKW am Netz – Atommüllfragen ungeklärt"

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Ein Beschluss allein macht noch keinen "Atomausstieg"! Erst Ende 2022 – so der Plan – will die Bundesregierung das letzte AKW abschalten. Deutschland ist weiterhin zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Täglich wächst der Atommüll-Berg und niemand weiß, wohin mit dem gefährlichen Erbe. Bislang sind alle Atommüll-Lager-Projekte in Deutschland gescheitert und die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle wirft ebenfalls Sicherheitsprobleme auf. Das Problem drängt. Doch das 2017 gestartete Standortauswahlverfahren für ein langfristig geeignetes Atommüll-Lager hat gravierende Mängel – auf Kosten der Sicherheit und um den Preis erbitterter Konflikte zwischen Staat und betroffener Bevölkerung.

Vortrag und Diskussion mit Jochen Stay. Der .ausgestrahlt-Sprecher arbeitet seit über 30 Jahren engagiert zum Thema Atomtransporte und Atommüll-Lagerung. Er ermutigt Menschen, sich aktiv in die Atommüll-Debatte einzumischen.


"Vor dem nächsten Super-GAU. Atompolitik in Deutschland nach Fukushima"

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Auch neun Jahre nach dem Ausstiegs-Beschluss ist Deutschland zweitgrößter Atomstrom-Produzent der EU: Sechs Reaktoren sind noch am Netz, werden immer älter und störanfälliger. Gleichzeitig stehlen sich die Stromkonzerne aus der Verantwortung für die Folgekosten der Atomkraft.

Der etwa einstündige Vortrag beleuchtet die aktuellen atompolitischen Debatten und fragt: Was haben wir wirklich aus Fukushima gelernt? Jochen Stay macht Mut zur Einmischung und zeigt, was der/die Einzelne tun kann, um der Atomwirtschaft die Stirn zu bieten. Nach dem Vortrag besteht die Gelegenheit zur Diskussion.


"Atomkraft: Irrweg in der Klimakrise"

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Sicher, sauber, unerschöpflich? Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes treten Atomkraftbefürworter*innen zunehmend in die Öffentlichkeit. Sie fordern eine Renaissance der Hochrisikotechnologie. Doch ihr atomares Heilsversprechen ist trügerisch. Der Vortrag entlarvt die Atom-Propaganda und zeigt auf, warum Atomkraft mit ihren unbeherrschbaren Risiken und Folgen auch ökonomisch und technisch keine Antwort auf die Klimakrise liefert. Stattdessen behindert sie echten Klimaschutz sogar.


"Europa ohne Atom: Euratom abschaffen"

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Viel hat sich seit ihrer Gründung bei der EU verändert. Verträge, Institutionen, Gremien wurden geschaffen, reformiert, wieder durch modernere ersetzt. Doch ein Vertrag blieb seit über 60 Jahren bis heute inhaltlich unangetastet, der Euratom-Vertrag. Er regelt die Zusammenarbeit der EU-Staaten im Bereich Atomkraft und macht die einseitige Förderung von Atomkraft in den Mitgliedsstaaten rechtlich möglich. AKW-Neubauprojekte wie Hinkley Point in Großbritannien werden dadurch für die Betreiber wieder rentabel. Gemeinsame Forschungsprojekte treiben die Entwicklung der sogenannten „Generation IV“-Reaktoren voran. Selbst Staaten wie Österreich, die der Atomkraft schon seit 40 Jahren kritisch gegenüberstehen, sind vertraglich zur Einzahlung in den Euratom-Haushalt verpflichtet.

Der Vortrag befasst sich mit Struktur und Aufbau, sowie den praktischen Auswirkungen des Vertrages und stellt die Frage nach einer nötigen Reform.


"AKW-Abriss: Atommüll in der Abfalltonne?"

AKW Abriss

Was im ersten Moment nach einem Anlass zum Feiern klingt, ist für Bürgerinnen und Bürger ein Grund, aktiv zu werden. Denn: Gehen die Betreiber beim Abriss der Atomanlagen wie geplant vor, landen Tausende Tonnen schwach radioaktiven Materials buchstäblich in der Mülltonne. Atomschutt wird recycelt, auf Deponien verscharrt und in Müllöfen verbrannt.

Damit steigt die Strahlenbelastung nicht allein an den AKW-Standorten, sondern im ganzen Land – die Bevölkerung bezahlt die billige „Atommüll-Entsorgung“ mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko.

Vortrag und Diskussion mit Angela Wolff, Campaignerin bei .ausgestrahlt. Als Verfasserin von Artikeln und Infotexten zum Thema sowie der Broschüre „AKW-Abriss – versteckt, verteilt, verharmlost“ leistet sie Aufklärungsarbeit, mischt sich aktiv in die Debatte ein und steht im Austausch mit Aktivist*innen deutschlandweit.