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Pressemitteilung

4. August 2026
Pressemitteilung von .ausgestrahlt

Atommülltransporte Jülich-Ahaus: Unverantwortliche Kürzungen im Bereich Sicherheit

Kleine Landtagsanfrage deckt Sicherheitsskandal auf / NRW-Innenministerium streicht Schutz der Castortransporte enorm zusammen / Sicherheit wird Geld- und Zeitdruck geopfert / Heute und Morgen soll weiterer Atommüll rollen

Zur Antwort der NRW-Landesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im NRW-Landtag bezüglich des Schutzes der 152 aktuellen Castortransporte von Jülich nach Ahaus erklärt Helge Bauer von .ausgestrahlt:

„Die Reduzierung der Polizeieinsatzkräfte bei den NRW-Castortransporten von anfangs 2.700 auf nur noch 400 Personen öffnet Menschen mit böswilligen Absichten Tür und Tor. Ein ausreichender Schutz dieser unnötigen und gefährlichen Atommüllverschiebung war von Beginn an nicht gegeben. Doch das nun bekannt gewordene Zusammenstreichen der Einsatzkräfte kann nur noch als Wahnsinn bezeichnet werden. Selbst Brücken über die Castor-Strecke können während des Transports problemlos betreten werden; Anti-Atom-Aktive haben das bei einem der letzten Transporte getan.

Was bei diesen Atommülltransporten passiert, ist skandalös. Das NRW-Innenministerium setzt die Anwohner*innen enormen Gefahren aus. Was wäre, wenn eine technische Panne, wie sie bei zwei der letzten Transportversuche glücklicherweise noch auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich aufgetreten ist, auf der Strecke passieren würde und der Schwerlasttransporter auf der Autobahn über Stunden liegen bliebe? Könnte dann noch ein ausreichender Schutz sichergestellt werden? Was, wenn Menschen mit böswilligen Absichten versuchen, in Reichweite des Castortransportes zu gelangen, um Schäden am Atommüllbehälter zu verursachen? Dieses Szenario ist bei der aktuellen Sicherheitslage nicht auszuschließen.

Das Innenministerium handelt nach dem Motto: „Es ist ja bisher immer alles gut gegangen, daher drohen keine Gefahren mehr.“ Ein überaus gefährlicher Trugschluss! Dem Zeit- und Kostendruck wird einmal mehr die Sicherheit der Anwohner*innen geopfert. Das Atommüllbundesamt (BASE) als zuständige Aufsichtsbehörde muss sofort eingreifen, diesen Wahnsinn stoppen und auch die für heute und morgen angedachten weiteren Transporte untersagen.“

Weitere Informationen:
Gutachten zu Gefahren bei Castortransporten (exemplarisch an den Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus)

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