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„Kein Problem“ war noch Mitte vergangenen Jahres der Tenor in Schweden, wenn es um eine Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Hinterlassenschaften ging. Nun hat das zuständige Umweltgericht die Pläne als „nicht genehmigungsfähig“ abgewiesen. Eine Entscheidung mit großer Tragweite.

Österreich will gerichtlich dagegen vorgehen, dass Atomkraft in Europa als „nachhaltige Form der Energieerzeugung“ unterstützt werden darf. Staatliche Finanzbeihilfen für den Bau eines Atomkraftwerks seien „das absolut falsche Signal“.

Die internationale Atomindustrie ist weiter auf Talfahrt. Es findet ein „Ausverkauf“ statt, denn die Geschäfte laufen längst nicht mehr rentabel. Belgien prüft hingegen die Kosten für den Neubau eines AKW.

Seit Jahresanfang hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) die Verantwortung für das marode Atommülllager Morsleben in Sachsen-Anhalt übernommen. Dort lagern tausende Fässer mit radioaktivem Müll in einem Bergwerk, das derzeit wegen Einsturzgefahr verfüllt wird. In der ersten Stellungnahme der BGE heißt es nun: Der Atommüll sei „radiologisch nicht nachweisbar“.

US-Präsident Donald Trump hatte der Atomindustrie versprochen, er werde sich für ihr Fortbestehen einsetzen. Ende September gab das US-Energieministerium eine gewaltige Rettungsaktion für den Nuklearsektor bekannt. Die Netzregulierungsbehörde lehnte die Pläne jetzt ab.

Seit Jahresanfang wird Gorleben offiziell nicht mehr erkundet sondern „nur noch“ für ein künftiges Atommüll-Lager „offen gehalten“. Atomkraftgegner*innen schlagen nun ein Mahnmal für die verkorkste Suche vor.

Die Energiewende in Deutschland schreitet voran: Die Windkraft überholt in 2017 erstmals die Atomenergie und die Steinkohle und ist damit zur zweitwichtigsten Stromquelle geworden. Nur die Braunkohle hat noch größere Bedeutung.