.ausgestrahlt-Blog

Am 20. März 1998 rollte der erste - und bis heute einzige - Castor-Transport mit Brennelementen aus Atomkraftwerken ins Zwischenlager Ahaus. 23.000 Polizist*innen standen damals tausenden Demonstrant*innen gegenüber. Diese Szenen könnten sich bald wiederholen.

Vor knapp 30 Jahren begann mit dem größten Skandal in der Geschichte der deutschen Atomindustrie das Ende des „Atomdorfs Hanau-Wolfgang“. Firmen wurden geschlossen, ein Plutonium-Lager geräumt. Nun fürchtet die Stadt erneut das Atom-Image.

Mit dem „Neustart“ der Suche nach einem Atommülllager wurde auch vereinbart, dass ins Wendland vorerst keine Castor-Transporte mehr rollen sollen. Statt dessen werden 26 Behälter mit hochgiftigen Abfällen auf Zwischenlager an AKW verteilt. Die erste Anlieferung könnte noch in diesem Jahr stattfinden.

Wöchentlich rollen durch Norddeutschland Atomtransporte mit Brennstoff zur Versorgung der Atomindustrie in aller Welt. Den Stopp von Lieferungen in Skandal-AKW will die neue Bundesregierung wenigstens „prüfen“.