.ausgestrahlt-Blog

Selbst in einem abgeschalteten Atomkraftwerk muss die Stromversorgung zu jeder Zeit gewährleistet sein, damit Kühlpumpen die gigantischen Wärmemengen aus dem Reaktor transportieren und so ein Überhitzen verhindern. Aus diesem Grunde sind Notstrom-Probleme, wie sie kürzlich in Biblis und Brunsbüttel auftraten, immer heikel.

Rudolf Wieland, Leiter der Reaktor-Sicherheits-Kommission, behauptet, die Risse in den belgischen Atomkraftwerken Doel-3 und Tihange-2 hätten keine Auswirkungen auf deren Sicherheit. Atomkraftgegner*innen halten diese Aussage für fachlich nicht haltbar, ungenau, oberflächlich und wissenschaftlich heikel. Wieland solle zurücktreten.

Vor gut einem Jahr haben sich die AKW-Betreiber mit einer Einmalzahlung von 24 Milliarden Euro aus ihrer Verantwortung für die Atommüll-Lagerung freigekauft. Das Geld landete in einem staatlichen Atomfonds, aus dem nun bis zum Ende des Jahrhunderts alle Kosten getragen werden sollen. Die Zweifel, ob das Geld reicht, wachsen.

 

Der Informationsstil zu den geplanten Atommüll-Lieferungen sei „wie vor 40 Jahren“, beschweren sich Atomkraftgegner*innen. Schlampig geht es auch beim Ausdrucken des Betriebshandbuches zu.

18.06.2018 | von Jan Becker

Das EPR-Fiasko

Die Bauverzögerung im finnischen Olkiluoto, wo nach Willen der Atomlobby ein „Vorzeige-AKW“ gebaut werden soll, beträgt nach einer Korrektur der Planungen mindestens ein Jahrzehnt. Zeit für einen Schlußstrich.

Die Debatte um das Verbot der Übertragung von Reststrommengen auf Atomkraftwerke in Norddeutschland hat in den letzten Tagen Fahrt aufgenommen. Der Bundesrat hat sich der Forderung angeschlossen und auch bei einer Anhörung im Umweltausschuss des Bundestags gab es viel Zustimmung. Wie reagiert die Große Koalition?

.ausgestrahlt wollte wissen, ob die Menschen im Land auch dann noch für ein schnellers Abschalten der AKW sind, wenn der Staat dafür Geld an die Betreiber zahlen muss. Also haben wir EMNID losgeschickt. Das Ergebnis ist eindeutig: 59 Prozent sagten „Ja“. Das hat aber nicht nur Hoffnungen geweckt, sondern auch ...

Das älteste französische Atomkraftwerk soll nach Willen des Betreibers doch nicht zum Jahresende vom Netz gehen. Atomkraftgegner*innen sind empört und fordern mit einer „superprovisorische Verfügung“ beim höchsten französischen Gericht die sofortige Fessenheim-Schliessung!